Sexting: Erotik per Kurznachricht – so geht’s!

Sexting

Sexting – Szene aus dem Alltag: Es ist Dienstagnachmittag, 15:46 Uhr im Büro. Das Handy vibriert. Du schaust auf das Display und liest völlig unerwartet die Worte: “Kann’s kaum erwarten, Dich nachher auf dem Küchentisch zu vernaschen! ;)”. Schamesröte gepaart mit kribbelnder Vorfreude lässt Dein Gesicht glühen. Liebend gern würdest Du Deinem Schatz etwas Erotisches erwidern – nur was? Wir erklären Dir, was es beim Sexting zu beachten gilt und wie Du ein wahrer Meister des heißen Schriftverkehrs wirst.

Sexting: Was ist das eigentlich?

Das Wort „Sexting“ ist eine Kreation aus den Begriffen „Sex“ und „Texting“ – so weit, so gut. Dahinter steckt das Versenden schmutziger Worte oder sexy Selfies mit dem Handy, um beim Empfänger wildes Kopfkino zu entfachen. Denn wer freut sich schon ständig über Nachrichten seiner oder seines Liebsten, die eigentlich nur beinhalten: „Schatz, denk bitte daran, Brot zu kaufen!“?

Sexting ist daher genau richtig, um der eingestaubten Beziehung, wieder zu neuem Glanz zu verhelfen oder den aktuellen Flirtpartner dazu zu bringen, das nächste Date vorverlegen zu wollen. Sexy SMS sind mal ein etwas anderes Vorspiel und können die Lust auch außerhalb des Bettes wecken. Probiert es aus und bringt Abwechslung in Euer Liebesspiel.

Sexting – so gelingt der Einstieg

„Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll…“ – Sexting ist kein Hexenwerk. Wir haben hilfreiche Tipps für den Einstieg.

In einer langen Partnerschaft kann man für den Anfang beispielsweise auf ein gemeinsames Sex-Erlebnis anspielen. „Weißt Du noch, als wir damals im Auto…?“ oder „Ich musste grad an unseren letzten Urlaub denken, an Dich, mich und den Pool – das sollten wir dringend wiederholen.“.  Dein Partner wird damit nicht nur in eine erotische Stimmung, sondern auch in wohlige Nostalgie verfallen. Ein idealer Einstieg.

Weniger ist mehr, gilt auch beim Sexting. Wenn Du Dich nicht traust, bestimmte Dinge auszusprechen, kannst Du sie auch weglassen und stattdessen vielsagende drei Punkte setzen: Ich stelle mir gerade vor, wie wir beide an einem verlassenen Strand liegen und…“ Er wird die Andeutung verstehen!

Immer gut: „Ich habe geträumt, dass..“ oder etwas spielerischer: „Rate, was ich heute von Dir geträumt habe…“. Auch Beschreibungen Deiner gegenwärtigen Tätigkeit, könnnen der Einstieg in heißes Sexting sein. „Ich liege gerade in der Badewanne…“ oder „Es ist so heiß heute, ich laufe gerade völlig nackt durch die Wohnung“. Sicher wird Dein Liebster oder Deine Liebste ein Beweisfoto haben wollen. Du kannst Deinem Schatz auch gleich eine doppelte Freude mit einer Nachricht wie dieser hier machen: „Ich habe für uns gekocht. Das Dessert bist Du!“.

Du musst also nicht mit der Tür ins Haus fallen, sonst kannst ganz alltägliche Situationen als Startschuss für ein heißes Abenteuer nutzen. Viel Spaß!

Sexting-Tipps für Anfänger & Profis

Das richtige Timing

Das richtige Timing ist der Schlüssel zum Glück. Wenn ihr verabredet sextet, bieten sich die Abendstunden an, in denen Ihr jeweils gemütlich im Bett liegen könnt. Wollt Ihr Euch zwischendurch anheizen, solltet Ihr bedenken, wo und in welcher Lage sich der andere gerade befindet. Sitzt er im Büro, in einer langweiligen Vorlesung oder auf einer längeren Zugfahrt, sind Sätze wie “Ich bin schon ganz heiß. Nur noch zwei Stunden” sicherlich mehr als willkommen. Besucht er jedoch gerade seine Oma im Krankenhaus oder weiß vor lauter Arbeit nicht wo ihm der Kopf steht, verpufft die Wirkung der lieb gemeinten Schweinerei einfach. Wäre doch schade drum!

Von wegen süß: Sexting-Emojis

Emojis: Kleine Bildchen, die unsere Stimmung beim Texten veranschaulichen und oftmals sogar Worte nicht nur ergänzen, sondern komplett ersetzen. Auch beim Sexting kommen Emojis gern zum Einsatz. Wir zeigen Euch in unserem Emoji-Glossar, welche Zeichen sich prima für heißen Schriftverkehr nutzen lassen 😉

Emoji Bedeutung
🍆 🍢 🚀 🌽 🍌 Penis
🐱 👌🏻 🌷 🍯 🌮 Vulva
🍒 🍈 🍈 Brüste
🍑 Hintern
👄 🍆 💦 ❓ „Lust auf einen Blowjob?!“
👅 👅 👅 „Ich will Dich lecken!“
👋🏼 🍆 „Ich denke an Dich ;)“
🚀 🚇 „Meine Rakete ist startklar für Deinen Liebestunnel“
🍑 👋🏼 „Gleich gibt’s einen Klaps auf den Po!“
🍾 🌋 „Ich komme!“
👉🏼 🐍 🍎 „Du führst mich in Versuchung“
✊ 🍆 💦 „Ich geb Dir einen Handjob bis Du kommst!“
👉🏼 👌🏼 „…“
🍷 🌅 🎷 💚 „Bin in Stimmung – kommst Du vorbei?“
🍩 🍌 „Ich will ihn reinstecken“
♋️ „69er?!“
👉🏼 🐷 „Du versautes Stück!“
😈 👉🏻 👩🏻 „Ich bin so horny auf Dich!“
🏇🏼 „Das wird ein wilder Ritt!“
🐶 👛 👠 💄 „Heute mal Doggy Style?“

Sexy Selfies – so geht’s

Schmeichelhafte Fotofilter sind – gerade für sexy Pics – ein wahrer Segen. Bye bye speckig glänzende Haut, hello beautiful! Nachdem Ihr den scharfen Schnappschuss in das richtige Licht gerückt habt, solltet Ihr aber kurz einen Blick auf den Hintergrund werfen. Offener Klodeckel, dreckiges Geschirr in der Spüle, ein übervoller Aschenbecher? Das geht besser!

Nun zur Frage aller Fragen: Wie viel darf ich zeigen? Ganz einfach: So viel, wie Ihr Euch traut und damit wohl fühlt. Allerdings gilt auch beim Sexting: Weniger ist mehr. Großaufnahmen entblößter Geschlechtsteile wirken oft eher wunderlich als wundervoll. Die meisten Frauen fühlen sich von einem knackigen Po oder einem nackten Oberkörper oftmals mehr angezogen, als vom rohen Anblick des besten Stückes. Also bitte keine Dick Pics! Aber auch Männer finden Gefallen an subtilen Einblicken in das Dekolleté oder Nahaufnahmen des Bauchnabels mit Höschenansatz.

Sexting-Apps: Es gibt aber auch alles…

Kanäle für Sexting gibt es wie Sand am Meer. Achtet jedoch darauf, dass Ihr nicht gerade den Messenger verwendet, den Ihr auch auf Arbeit nutzt – es könnte unangenehm werden, wenn bei einer Präsentation plötzlich ein pikanter Text von Deinem Schatz auf Deinem Desktop aufploppt. Es gibt da ja auch noch die gute alte E-Mail, SMS, diverse Messenger und – natürlich, wen wundert’s? – spezielle Sexting Apps. Manche dieser Apps ermöglichen das anonyme Chatten, andere wiederum machen Eure Bilder oder Videos nur für einige Sekunden sichtbar oder lassen (schmutzige) Sprachnachrichten nach dem Anhören verschwinden. Aber auch hier gilt: erst informieren, dann lostippen. Safety first!

Tempo, Schätzchen!

“Schreibt…” – es gibt kaum einen nervigeren Statusbericht. Auch wenn die Info, dass Dein Herzblatt Dir just in diesem Moment eine heiße Message schickt, für einige Sekunden richtig anturnend sein kann, so setzt nach einer Weile Ernüchterung ein. Die Vorfreude wandelt sich in anstrengende Ungeduld. Also: Schreibt keine Romane, sondern kurz und knackig und haut in die Tasten!

Peinlich, peinlich

Das Wichtigste zum Schluss: Checkt unbedigt, ob Ihr den richtigen Empfänger ausgewählt habt! Denn landet Deine sexy Nachricht versehentlich im Familien-Chat oder bei einem Kollegen, ist die Lust schnell dahin…

Sexting - sexy Selfies verschicken
Photo by Milada Vigerova on Unsplash

Vorsicht bei Nacktfotos &. Co.

Ihr kennt Euch erst seit ein paar Wochen, doch seid schon mittendrin im Sexting-Marathon. Schön für Euch – genießt es! Doch falls Ihr Euch auch heiße Nacktfotos schickt, ist Vorsicht geboten. Bevor Du Dich versiehst, hat jemand ein ganzes Fotoalbum voller nicht jugendfreier Bildchen von Dir und es besteht Gefahr, dass diese irgendwann – sei es aus Enttäuschung, Wut oder Angeberei – unerwünscht bei Dritten oder auf öffentlichen Plattformen landen.

Bilder, die einmal im Internet gelandet sind, sind nur schwer wieder zu löschen, da sie sich schnell auf mehreren Seiten verbreiten. Oft sind sie sogar noch viele Jahre später zu finden und für jedermann zugänglich. Das ist sowohl für das eigene Wohlbefinden, sowie für einen späteren Beziehungspartner oder bei einer Stellensuche – vorausgesetzt der zukünftige Arbeitgeber googelt Dich vorab – von großem Nachteil. Regel Nummer eins beim Sexting lautet daher: Nacktfotos immer ohne Gesicht verschicken!

Sexting - heißes Warm-up
Photo by Hannah Busing on Unsplash

Was gibt es rechtlich beim Sexting zu beachten?

Gerade Jugendliche verschicken und erhalten gerne Nacktfotos von ihren Flirtpartnern. Hier wird es besonders gefährlich, denn wer pornografisches Material von Personen unter 16 Jahren zeigt, zugänglich macht oder öffentlich anbietet, macht sich strafbar. Es kann eine mehrjährige Freiheitsstrafe drohen. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Minderjährige. Somit kann Sexting unter Umständen rechtlich problematisch sein.

Sextortion und mehr – was kann passieren?

Sextortion ist eine Erpressungsmethode. Die Opfer werden aufgefordert erotisches Bild- oder Videomaterial zu schicken, das hinterher zur Erpressung genutzt wird. Ziel kann eine Geldzahlung sein oder aber sexuelle Handlungen oder andere Leistungen für den Erpresser oder die Erpresserin.

Seid daher immer misstrauisch, wenn jemand Euch auffordert Nacktfotos oder mehr zu schicken – auch wenn es der andere ebenfalls tut. Vorsicht gilt besonders bei reinen Internet-Bekanntschaften. Schließlich weiß man nie, wer sich hinter dem Profil verbirgt. Aber auch bei Bekannten ist Achtsamkeit geboten – hier kann Eifersucht oder Rache nach einer Trennung der Auslöser für Sextortion werden.

Wie kann ich mich schützen?

  • Niemals Nacktfotos mit erkennbarem Gesicht verschicken
  • Misstrauisch sein
  • Keine erotischen Bilder an Fremde verschicken
  • Bei Drohungen mit Veröffentlichungen der Bilder, wende Dich an die Polizei
  • Zahle niemals Geld an die Erpresser – oft ist es damit nicht getan

Was kann ich tun, wenn Bilder von mir veröffentlicht wurden?

  • Kontaktiere den Anbieter der Plattform, auf der Deine Bilder verbreitet wurden, um bitte um Löschung des Materials (bei Facebook und YouTube können Inhalte direkt gemeldet werden)
  • Wende Dich an einen Anwalt, dieser kann eine Unterlassungsklage oa. erwirken (Voraussetzung: der Täter ist bekannt)
  • Erstatte Anzeige bei der Polizei mit gesicherten Beweisen (Screenshots von Chats, Mails usw.)
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