Podcast meets Workshop: Wie Vicky eine fremde Person mit einer Erdbeere verführt

Bild: Maria talks/unsplash.com

Solo-Sex, Masturbation, Selbstbefriedigung alles Begriffe, um den schönsten Sex der Welt zu beschreiben, und zwar den mit sich selbst. Im Juni dreht sich bei unserem Podcast “Ich hab noch nie” alles um Solo-Sex. Und wie jeden Monat tauchen Jenni und ich in fremde Gewässer ein. Solo-Sex bedeutet für mich, sich Zeit zu nehmen für sich selbst, für den eigenen Körper. Es hilft mir dabei, mich fallen zu lassen, mich zu entspannen, und naja, manchmal hat man auch einfach Bock!

Auf Tuchfühlung gehen in Potsdam

Im Juni haben Jenni und ich im Podcast darüber gesprochen, wie wir masturbieren. Obwohl ich weiß, wie der Hase bei mir läuft, habe ich es mir zur Challenge gemacht, meine Solo-Sex-Routine zu erweitern. Also bin ich nach Potsdam gedüst, um einen Masturbationsworkshop bei Vivien und Mara von Orgasmic Woman zu besuchen. Dieser richtet sich an Menschen mit Vulvina und vermittelt zum einen physiologisches Wissen über erogene Zonen, und ermöglicht zum anderen das Erforschen der eigenen Sexualität, um sich selbst intensiver zu spüren. Der Workshop wurde extra für uns an diesem Tag in Kurzform veranstaltet.

Schon die Wandbemalung lässt vermuten, worum es in dem Workshop geht.

Nach einem negativen Coronatest-Ergebnis habe ich mich in meine gemütliche Kleidung geworfen und dann ging es ab in einen Sitzkreis – um mich herum fremde Menschen. Ihr fragt Euch, ob ich aufgeregt war? Jawoll, und zwar sowas von. Das Aufwärmen bestand aus wildem Herumgetanze ja, ich kam mir bisschen bescheuert vor, aber ich finde Menschen, die befreit rumtanzen können und einen Fick darauf geben, was andere denken, sehr beeindruckend und insgeheim würde ich auch gerne so sein.

Darum ging es im Workshop

Dann ging es ans Eingemachte. Eins kann ich Euch sagen: Dieser Workshop war intim. Es wurde über die individuellen Erfahrungen gesprochen, was einen geprägt hat, welche Grenzen und Hindernisse es gibt, und was man gerne erfahren oder lernen möchte. Nach dieser einleitenden Runde hat sich die Atmosphäre im Raum verändert. Man konnte fast sehen, wie alle Anspannung aus den Körpern wich und die Schultern von allen Beteiligten langsam nach unten sackten. Dann wurde die Anatomie der Vulvina (was ein geiles Wort übrigens für Vulva und Vagina) unter die Lupe genommen. Zwar kenne ich diese schon ziemlich gut, aber man sagt ja nicht umsonst: Man lernt nie aus und das galt auch hier.

Illustration einer Vulva.
Illustration: Joshua Buchheim
Illustration einer Vagina.
Illustration: Joshua Buchheim.

Neben den sehr intimen Gesprächen wurde es aber auch körperlich. Hierbei wurden bestimmte Körperregionen, zum Beispiel der Beckenboden, gezielt trainiert. Der Workshop verfolgt auf jeden Fall die Devise: Sprechen und Machen. Ganz wie bei uns im Podcast.

Vickys Highlight:

Mein Highlight des Workshops war es, dass wir unsere Solo-Sex-Routine zunächst beschreiben und später auch an einem Silikonabdruck einer Vulvina vorführen sollten. Manche tippen, manche streicheln, manche ziehen. Solo-Sex ist vor allem eins: individuell.

 

Das hat Vicky vom Workshop mitgenommen

Als letzte Übung galt es, eine mir fremde Person mit einer Erdbeere zu verführen. Hört sich schräg an? War es auch. Wer den Podcast hört, weiß, von fremden Menschen berührt zu werden ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Doch die Atmosphäre im Raum hat mich dazu bewogen, es auszuprobieren, mich berühren zu lassen, mich fallen zu lassen.

Genau diese Atmosphäre schätze ich am meisten an dieser Erfahrung. Es war eine Runde voller Vertrauen, Intimität und Inspiration. Und so bin ich mit einem warmen Herzen wieder zurück nach Berlin getingelt.

Würde Jenni mir nun also die Frage stellen, ob ich es empfehlen kann oder noch einmal machen würde, dann wäre meine Antwort ein eindeutiges JA!

Geschrieben von
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