Wie ein Flogger für besonderen Nervenkitzel sorgt

Flogger für BDSM-Spiele
(Bild: Maria Vlasova/Unsplash)

Ein Flogger kann für den BDSM-Einstieg, aber auch für bereits erfahrene BDSM-Fans eine echte Bereicherung sein, denn mit der besonderen Peitsche könnt Ihr Euch sowohl zärtliche Liebkosungen und Kitzeleien als auch intensives Prickeln schenken. Beim sogenannten Spanking habt Ihr damit die Möglichkeit nämlich immer exakt so weit zu gehen, wie es sich für Euch richtig anfühlt.

Was ist ein Flogger?

Bei einem Flogger (zu deutsch: Auspeitscher) handelt es sich um eine Peitsche mit festem Griff, an dem mehrere weiche, relativ kurze Riemen fixiert sind. Diese sehen aus wie Fransen. Das Toy, das in der BDSM-Szene sehr beliebt ist, gibt es häufig als Ausführung mit Lederriemen, immer häufiger sind aber auch Produkte mit Kunstleder zu finden, die somit komplett vegan sind. Auch Gummi, Pferdehaar oder Stricke sind beliebte Materialien und können somit auch einen bestimmten Fetisch bedienen.

Tipp: Flogger mit einer zusätzlichen Schlaufe am Griff sind besonders praktisch und sicher, denn bei der Benutzung können sie nicht einfach aus der Hand gleiten, sondern bleiben am Handgelenk. Somit habt Ihr zusätzliche Sicherheit und könnt gezielter spanken.

Wie wird die Peitsche beim Sex oder BDSM benutzt?

Die Benutzung ist eine recht intuitive Angelegenheit, dennoch hier ein Hinweis, wie Ihr den Flogger verwenden solltet. Nehmt ihn in die Hand, mit der Ihr zulangen möchtet, mit der anderen nehmt ihr die Riemen zusammen. Lasst sie dann beim Peitschen los, um eine Stelle gebündelt damit zu treffen. Wenn ihr lediglich mit den Riemen kitzeln wollt, fahrt langsam mit den Fransen des Toys über die Haut und Hotspots Eures Gegenübers.

Unser Tipp: Auch wenn der Flogger perfekt ist, um erste Erfahrung mit BDSM und Lustschmerz zu sammeln: Nehmt Euch die Zeit, um Euch im Vorfeld mit dem Toy vertraut zu machen. Die aktive Person sollte im Vorfeld einige Testhiebe auf einer Tischplatte und anschließend vorsichtig an sich selbst ausführen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es in der Hand liegt, sich bei der Nutzung verhält und wie intensiv sich die Riemen auf nackter Haut anfühlen können.

Diese empfindlichen Bereiche solltet Ihr bei Eurem Spiel aussparen, um Verletzungen zu vermeiden:

  • Gesicht
  • Hals und Nacken
  • Nierengegend
  • Wirbelsäule

Als Faustregel gilt: Körperstellen mit mehr Unterfettgewebe sind zum Spanking mit dem Flogger besser geeignet. Dazu gehören Po und Oberschenkel. Je nachdem, wie intensiv Ihr die Peitsche anwendet, kann es an den Stellen zu Rötungen und Prickeln, manchmal sogar sichtbaren Striemen kommen. Sprecht Euch also im Vorfeld unbedingt ab, wie weit Ihr gehen wollt und vereinbart ein Safeword, das „Stopp“ bedeutet.

Mehr lesen: Was ist Masochismus?

Was ist der Unterschied zwischen Flogger und Peitsche?

Beim Flogger handelt es sich um eine spezielle Peitschenart. Während die klassische Peitsche einen langen Riemen oder Strick hat und mit viel Schwung und Ausholen benutzt werden muss, hat ein Flogger mehrere kurze Riemen. Das macht letztlich auch den Unterschied in der Handhabung. Denn Flogger liegen gut in der Hand, sind weniger schwer und lassen sich leichter benutzen.

Eine Peitsche hingegen sollte beim BDSM oder Liebesspiel nur von erfahrenen Personen verwendet werden, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Es gilt: Je kürzer die Riemen, desto präziser lassen sich Hiebe auf bestimmte Körperareale ausführen.

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