Alex hat den Abend nicht verplant. Sie hat so gar keine Lust auf ein Date mit einem ihrer Matches, nachdem das Treffen mit Juri ziemlich in die Hose gegangen war – und das nicht so, wie sie es sich eigentlich erhofft hatte. Gern hätte sie ihn zu sich nach Hause eingeladen und ihm mal ihre „Plattensammlung“ gezeigt, wie sie so schön sagt. Aber er war ja noch zum Zocken mit seinen Kumpels verabredet … „Next“, denkt sie nur und wischt innerlich nach links.
Zu Vino sagt sie nie No
Zu Wein mit ihren Besties sagt sie allerdings nicht Nein. Suse und Ines hatten gerade einfach bei ihr geklingelt, nachdem sie vom Dating-Fail ihrer Freundin gehört hatten. „Es ist Galentine‘s Daaaaaaaay“ schrillte es bereits durch die Freisprechanlage. Na dann mal reinspaziert!
„Ihr seid bekloppt“, lacht sie beim Öffnen der Haustür und winkt die beiden herein.
„Bekloppt, aber solidarisch“, sagt Ines und stellt demonstrativ zwei Flaschen auf den Küchentisch. „Nach einem Typen, der lieber zockt als fickt, lässt man niemanden allein.“
„Amen“, ergänzt Suse und zieht sich die Jacke aus. „Außerdem ist Galentine’s Day. Das verpflichtet.“
Alex schnaubt gespielt, greift nach drei Gläsern und schickt die beiden ins Wohnzimmer.
Die erste Runde ist schneller ausgetrunken als gedacht. Sie sitzen auf dem Sofa, Alex erzählt noch einmal von Juri, von seinem Lächeln, seinem Körper, dieser einen Sekunde, in der sie kurz gedacht hatte: Der könnte heute noch hier landen.
„Also ganz ehrlich“, sagt Suse und zieht die Beine unter sich. „Besser so, als respektlos beim Sex. Mein letzter Typ hat währenddessen einfach sein Handy gecheckt. Nicht mal heimlich. Einfach so, Display an“, dabei artikuliert sie mit ihrem Handy herum.
„Nein!“, entfährt es Alex.
„Doch. Ich reite ihn und er meinte nur: ‚Sorry, Arbeit ruft.‘“
„Einer hat mich mal beim dritten Date gefragt, ob ich eigentlich oft komme. Und als ich ‚kommt drauf an‘ gesagt habe, meinte er: ‚Ja, dann bist du halt kompliziert.‘“
Alex lacht trocken. „Klassiker. Verantwortung elegant ausgelagert.“
Die Gläser klirren
Die zweite leere Flasche rollt unter das Sofa. Irgendwann steht Suse auf. „Wir müssen weiter. Noch eine Galentine’s-Station. Du weißt ja: Anni und Robert haben sich letzte Woche getrennt.“
Ines drückt Alex einen Kuss auf die Wange. „Mach dir noch einen schönen Abend.“ Dabei grinst sie plötzlich ganz schelmisch. Die Tür fällt ins Schloss. Es wird still und Alex sieht, was Ines wirklich gemeint haben könnte. Auf dem Couchtisch liegt ein kleiner, bunter Karton.
„Ich glaub’s ja nicht …“, murmelt Alex und sie muss plötzlich laut loslachen. Als sie die Box öffnet, entdeckt sie einen Rabbit-Vibrator. „Die beiden, ey. Okay, why not!“

Die Wohnung ist warm und es herrscht die angenehme, satte Stille, die bleibt, wenn der Besuch gegangen ist. Alex schiebt die Jogger von den Hüften, lässt sie zusammen mit dem Slip achtlos auf den Boden fallen. Sie setzt sich auf die Couch, öffnet die Verpackung ganz und nimmt das Toy heraus. Es ist rosa, schön glatt, hat eine gewisse Schwere, die sich gut anfühlt. Ein kleiner Arm für die Clit und ein großer Teil, der sie sogar in ihrer Pussy richtig stoßen kann.
„Was ist das denn für ein geiles Teil …“, sagt Alex zu sich und merkt da bereits, dass die Vorfreude sie feucht macht.
Sie klickt sich durch die ersten Einstellungen. Ein leises Summen. Dann stärker. Wieder aus. Noch mal an. Sie grinst. „Okay, dann mal los“, murmelt sie zu sich selbst und lässt den Kopf an die Sofalehne sinken.
Ihre Beine sind locker geöffnet. Sie spürt die Wärme zwischen ihren Schenkeln. Als sie das vibrierende Toy an der Klitoris ansetzt, stöhnt sie unausweichlich. Ein paar Sekunden verweilt sie hier und lässt die Vibrationen durch ihren Körper tanzen. Jetzt rein damit, denkt sie nur. Alex atmet hörbar aus, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Ihr Körper reagiert sofort.
Stoßen bis zum Höhepunkt
„Thrust nennen sie das also“, flüstert sie zu sich, als sie die Stoßfunktion ausprobiert. Genüsslich lässt sie das Toy an ihre innere Grenze stoßen – so hätte sie es sich von Juri auch gewünscht. In ihren Gedanken stößt er sie von hinten. Erst langsam, dann immer stärker, während sich seine Finger in ihre Hüften krallen und ihren Po heranziehen. „Wie geil“, stöhnt Alex. Sie dreht die Intensität des Toys auf und genießt, wie es sie zuverlässig zum nächsten Lustlevel manövriert. Immer wieder zieht sie den Schaft ein wenig heraus, um ihn anschließend gezielt stoßend erneut in sich hineingleiten zu lassen. Dabei rutscht der kleine Arm wieder und wieder über ihren inzwischen prall geschwollenen Hotspot.
Alex’ Gedanken werden langsamer. Unschärfer. Alles konzentriert sich auf dieses Gefühl von Nähe zu ihrem eigenen Körper. Noch ein leiser Atemzug. Der Bauch zieht sich zusammen. Ein leises „fuck“ löst sich von den Lippen. Da ist es.
Die Muskeln ziehen sich ruckartig zusammen. Einmal. Zweimal. Immer wieder. Ihr Becken stößt dem Toy hart entgegen, während sie vor Lust pulsiert. Alex’ Kopf fällt nach hinten, der Mund offen.
Dieses satte, ruhige Gefühl, ganz bei sich zu sein.
„Ein guter Abend. Ein mega Geschenk“, denkt Alex noch. Und genau die richtige Art, den Galentine‘s Day zu feiern.
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(Bild: Pexels/Anastasia Shuraeva)