Revolution der Erotik-Branche: Sextoys im Mainstream

Revolution der Erotik-Branche - Sextoys sind im Mainstream angekommen

Sextoys bei dm kaufen, Werbung für sinnliches Spielzeug im TV, einen Adventskalender voller Toys ganz selbstverständlich verschenken – bis vor Kurzem noch undenkbar, heute Realität. Anlässlich des 6. Geburtstags von AMORELIE werfen wir einen Blick auf die Revolution der Erotik-Branche und zeigen in spannenden Fakten, wie sich unser Liebesleben im Laufe der Jahre verändert hat.

Die Revolution der Erotik-Branche

1883 – Orgasmus auf Rezept

Joseph Mortimer Granvill gilt als der Erfinder des modernen Vibrators. Der Arzt aus dem prüden viktorianischen England versprach durch geschickte Genitalmassagen Heilung bei der kursierenden weiblichen Hysterie. Da er bald selbst an einem Tennisarm litt, entwickelte er im Jahr 1883 den ersten elektrischen Vibrator.

1908 – Die Geburtsstunde des Pornofilms

Der erste pornografische Film, „À L’Écu d’Or ou la Bonne Auberge“, stammt aus Frankreich aus dem Jahr 1908. Es ist der erste Pornofilm, der nicht nur den sexuellen Akt darstellt, sondern diesen in eine Handlung einbindet. Heute drehen sich rund 25% der Suchen im Internet um das Thema Porno. Seit 1975 sind Pornos in Deutschland nicht mehr strafrechtlich verboten.

1950er/1960er-Jahre – Masters & Johnson

Der Gynäkologe William Masters und die Wissenschaftlerin Virginia Johnson leisteten Pionierarbeit mit Untersuchungen über das menschliche Sexualverhalten. Eins der wichtigsten Ergebnisse ihrer Forschungen ist das Modell der sexuellen Reaktion, welches sie in vier Stufen unterteilten:

  • Erregungsphase
  • Plateauphase
  • Orgasmusphase
  • Rückbildungsphase

1967 – Oswalt Kolle: Das Wunder der Liebe

Das Wunder der Liebe ist der erste deutsche Aufklärungsfilm und einer der Wegbereiter der Sexwelle von Sexualaufklärer Oswalt Kolle. In einer Gesprächsrunde werden zwei Modellfälle von sexuellen Schwierigkeiten in der Ehe sowie deren Ursachen besprochen. Die Worte werden durch Spielszenen illustriert, dazwischen werden häufig kurze Kommentare eingestreut, die auf die Folgen mangelnder sexueller Aufklärung hinweisen.

1968 – Freie Liebe: 68er & die Pille

Flower-Power-Bewegung, Abkehr von kleinbürgerlichen Vorstellungen des Zusammenlebens durch die Kommune 1 und die Marktreife der Antibabypille: In den Sechzigern begann der sexuelle Befreiungsschlag. Ohne die Pille hätte er so wohl so nicht stattgefunden. Die Pille war das erste einfach anzuwendende und wirksame Verhütungsmittel, mit dem Frauen erstmals ihre Sexualität selbstbestimmt und ohne die Angst vor ungewollten Schwangerschaften ausleben konnten.

Eine Befragung von 2011 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab, dass 53% der 18- bis 49-Jährigen die Pille nehmen. Damit ist sie auch heute noch die beliebteste Verhütungsmethode. Allerdings zeichnet sich eine Trendwende ab: Zurück zu mehr Natürlichkeit. Immer mehr junge Frauen wollen die Pille absetzen, weil sie keinen Eingriff in ihren Hormonhaushalt wollen und/oder mehr Aufklärung bezüglich der Nebenwirkungen stattfindet.

90er/2000er – Kahlschlag: Die Rasur im Intimbereich

In den späten 90er-Jahren machte sich hierzulande der Trend zur Schamhaarrasur breit. Anfangs nur auf die Bikinizone beschränkt, folgte bald der schmalen Streifen über den Schamlippen oder die Komplettrasur. Mit der Jahrtausendwende wurde auch das sogenannte Brasilian Waxing immer beliebter, bei dem die Schambehaarung mit Heißwachs entfernt wird. Laut AMORELIE Sexreport 2018 rasiert sich die Mehrheit der Deutschen die Schamhaare heute zumindest teilweise. 38% der Frauen bevorzugen eine Komplettrasur im Schambereich bei sich. Bei den Männern sagen das 30%.

2012 – Einschlägige Lektüre: Fifty Shades of Grey

…und plötzlich liest die halbe Welt heiße BDSM-Szenen in aller Öffentlichkeit: Die Romanreihe um die Beziehung zwischen Christian Grey und Anastasia Steele ist in über 50 verschiedene Sprachen übersetzt worden. Weltweit wurden rund 100 Millionen Exemplare verkauft. Der erste Band führte wochenlang die Bestseller-Listen in den USA und Großbritannien an. In Deutschland hat sich die Trilogie über 6 Millionen Mal verkauft. Die Bücher schafften es schließlich auch nach Hollywood. Der erste Teil der Erotik-Saga kam im Februar 2015 in die Kinos.

2012 – Tinder und die Liebe in der digitalen Welt

Im selben Jahr erschien eine weitere Sache, die unser Liebesleben und die Art zu Daten plötzlich auf den Kopf stellte: Tinder. Die Dating App eröffnete durch simples Swipen nach links oder rechts ganz neue Möglichkeiten für eine schnelle Verabredung auf einen Kaffee, ins Kino oder zu unverbindlichem Sex.

Die Beziehungsgestaltung in der digitalen Welt hat sich verändert – Sexting, Dick Pics und Tinder sind ein Teil von ihr – dennoch zeigen diverse Studien, dass auch traditionelles Dating und das Kennenlernen über Freunde oder Job noch immer hoch im Kurs stehen.

2019 – Heute lieben wir uns anders

AMORELIE hat die Erotikbranche revolutioniert. Seit der Gründung im Jahr 2013 ist einiges passiert: Wir haben es geschafft Sexspielzeug aus der Schmuddelecke zu holen und das Liebesleben als essentiellen Bestandteil einer glücklichen Beziehung gesellschaftsfähig gemacht. Wir haben das Liebesleben von unzähligen Menschen mit sinnlichen Produkten und offenen Worten bereichert. Die Werbespots für unsere Produkte laufen ganz selbstverständlich im TV und seit 2017 gibt es eine Auswahl unserer Produkte auch bei unseren Partnern Edeka, dm, Karstadt und vielen weiteren in den Regalen.

 

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