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Rebecca-Syndrom: So ungesund kann Eifersucht sein

2 Januar 2024,

von

(Bild: RDNE Stock Project/Pexels)

Hast du schon mal vom Rebecca-Syndrom gehört? Falls nicht, wird es höchste Zeit – denn es kann sein, dass auch du unter der rückwirkenden Eifersucht leidest. Der Begriff bezeichnet eine besondere Form des Stalking, bei der auf Social Media herumgeschnüffelt wird, um mehr über die früheren Partner*innen Deiner aktuellen Liebe herauszufinden.

Rebecca-Syndrom: Daher kommt der Name

Beim Rebecca-Syndrom geht es also um ein übermäßiges Interesse an früheren Beziehungen des Schatzes. Dieses Phänomen nennt man auch retroaktive Eifersucht. Diese kann sich zum Beispiel entwickeln, wenn Du Dir insgeheim selbst mehr Erfahrungen wünschst, die Dein Babe möglicherweise bereits mit anderen Menschen erlebt hat.

Der Name für das Rebecca-Syndrom geht auf das Buch „Rebecca“ von Daphne du Maurier zurück, das 1938 veröffentlicht wurde. Auch Alfred Hitchcock war offenbar ziemlich gefesselt von der Story, in der es um die neue Ehefrau geht, die vom Geist der Ex-Frau Rebecca heimgesucht wird. Denn 1940 wurde die Story vom Meister des Horrors sogar verfilmt.

Rebecca-Syndrom erkennen: Auf diese „Symptome“ solltest Du achten

Rebecca-Syndrom
(Bild: Jenny Ueberberg/Unsplash)

Nun muss dazu gesagt werden: Der Begriff „Rebecca-Syndrom“ suggeriert eine medizinische Störung, dem ist aber nicht wirklich so, obwohl es zu regelrecht zwanghaften Verhaltensweisen kommen kann. Dennoch gibt es einige „Symptome“ oder Hinweise darauf, dass Du Dich vielleicht etwas zu viel mit den Verflossenen Deines Babes auseinandersetzt und somit darunter leidest:

  • die Gedanken an den*die Ex beschäftigen Dich häufig
  • Du durchstöberst Chatverläufe oder Postfächer Deines Babes
  • Du stalkst den*die Ex in den sozialen Medien
  • Du vergleichst Dich ständig mit der Person
  • Du verurteilst Dein Babe dafür, mit der Person zusammen gewesen zu sein
  • Du wirfst Deinem Babe vor, in seiner früheren Beziehung mit der Person unmoralisch gehandelt zu haben

Du siehst also: Aus reiner Eifersucht können sogar zwanghafte Verhaltensweisen entstehen, die Deinen Alltag kontrollieren und Deine Beziehung gefährden. Denn häufig ziehen sich Betroffene auch zurück und erleben dadurch weniger Nähe und Intimität, weil sie zum Beispiel Angst haben, dass bestimmte Verhaltensweisen, die man in der früheren Beziehung vermutet, wiederholt werden könnten. Da das Herumschnüffeln meist heimlich geschieht, fehlt zudem oft ein offener Austausch über die eigenen Ängste und Bedürfnisse.

Wie Du rückwirkende Eifersucht bekämpfen kannst

Um diesem Teufelskreis zu entkommen, solltest Du schonungslos ehrlich mit Dir sein und in Dich hinein hören, welche Ängste Dich zu Deinem Verhalten motivieren. Bist Du unsicher, mangelt es an Selbstwertgefühl oder glaubst Du, Dein Babe hätte Dich nicht verdient? Oft ist es schwierig, sich allein mit solchen Gedanken auseinanderzusetzen – verständlich, da wir uns selbst vor negativen Gedanken schützen wollen. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann Dich dabei unterstützen, Probleme zu identifizieren und anzugehen.

Aber auch allein kannst Du versuchen, Dich aus dem Gedankenkarussell zu befreien, das mit dem Rebecca-Syndrom einhergeht:

  • Identifiziere, welche Situationen und Gedanken die Eifersucht triggern
  • Notiere Dir die Gedanken, die Dich besonders stören
  • Statt aufkommenden Angstgefühlen Raum zu geben, betrachte sie als unpassende Reaktion Deines Körpers

Wichtig ist dabei: Viele Signale, die Dir Dein Körper sendet, sind natürlich völlig berechtigt. Wenn Du unsicher bist, ob Du ungesundes Verhalten an den Tag legst, sprich mit einem*einer Freund*in darüber oder suche das Gespräch mit Deinem*Deiner Partner*in und lege offen dar, was Dich bewegt.

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