Plötzlich roch es in der Hotelbar nicht nur nach Zitrus und teurem Holz, sondern auch nach ihrem Parfum. Noah drehte sich um – er hatte schon seit zehn Minuten an der Ecke des Tresens gesessen und sich vorgenommen, cool zu bleiben. Nicht zu nervös zu wirken. Nicht wie jemand, der seit Tagen auf diesen Abend hinfiebert.
Er hatte dieses Hotel ausgesucht. Er hatte das Zimmer gebucht. Und da war Alex nun. Wunderschöne offene High Heels, die ihre Knöchel und Zehen zeigten. Schwarzer Rock, Blazer, darunter blitzte etwas hervor, das aber so gar nicht seriös war – schwarze, zarte Spitze, die ihren Busen dürftig bedeckte. Ihre Haare fielen dagegen so, als wäre das Styling eher Zufall – und genau deshalb sah sie so verboten gut aus.
Alex blieb kurz stehen, ließ den Blick über die Bar gleiten und blieb an Noah hängen. Ein winziger Moment. Ein kaum merkliches Nicken. Noah spürte, wie sich sein Körper automatisch anspannte. Rücken gerade. Kinn etwas runter. Dieses kleine Umschalten seiner Haltung, das immer passierte, sobald Alex ihn so konzentriert ins Visier nahm.
Alex kam langsam näher, blieb aber distanziert. Als wäre Noah irgendwer, den sie heute zum ersten Mal sehen würde.
„Du bist pünktlich“, sagte Alex, ohne Begrüßung, ohne Namen.
Noah hob eine Augenbraue. „Du klingst überrascht.“
„Nein.“ Alex’ Blick glitt über Noahs Mund. „Ich stelle nur fest.“
Noah schnaubte leise. „Stellst du sonst noch was fest?“
Alex’ Mundwinkel zuckten. „Dass du unruhig bist.“
„Ich? Unruhig?“ Noah lehnte sich zurück, bewusst langsam, bewusst lässig. „Das ist die… Vorfreude.“
„Mhm.“
Alex setzte sich nicht sofort. Sie bestellte zunächst einen Negroni bei der Barkeeperin. Ihr Handy legte sie vor sich hin. Aus ihrem Blazer zog sie ein gefaltetes Blatt Papier. Noah starrte es an.
„Was ist das?“, fragte er, obwohl er es wusste.
Sein Herz klopfte auf diese dumme, aufgeregte Art. Alex setzte sich endlich, nahm ihren Drink kurz in die Hand und führte ihn zum Mund.
„Der Vertrag“, sagte Alex.
Noah zog eine Grimasse. „Du bist gut vorbereitet.“
„Ich bin immer vorbereitet.“
„Nein“, sagte Noah, „normalerweise improvisierst du die Hälfte.“
Alex sah ihn an, ruhig. Es war dieser Blick, der keiner weiteren Worte bedarf und ihm seinen Platz in diesem Spielchen zeigte.
„Heute nicht.“
Noah schluckte, öffnete das Papier aber noch nicht. Jetzt war er nicht ganz sicher, ob er durfte.
Alex lehnte sich minimal vor. „Lies.“
Da war es wieder: dieses warme Ziehen tief unten in seinem Schritt, weil Alex ihn durch den Abend führte.
Bitte unterschreiben
Noah faltete das Papier auf. Oben stand in klarer Schrift:
VEREINBARUNG FÜR HEUTE ABEND
Darunter eine Liste. Nummeriert.
Noah las Zeile eins – und spürte umgehend, wie ihm das Blut in die Lenden schoss.
1) Du küsst meine Füße, bevor du mich berühren darfst.
Noah hob den Blick. Alex schaute zurück. Ruhig. Erwartungsvoll.
Er lächelte langsam. „Du machst das extra.“
„Was genau?“
„Mich teasen.“
Alex’ Augen blitzten kurz, was Noah ein kleines Lächeln entlockte – er las weiter.
2) Du sprichst mich heute Abend nicht mit meinem Namen an.
3) Du fragst um Erlaubnis, bevor du etwas tust.
4) Wenn du mich testen willst, wirst du bestraft.
5) Belohnungen gibt es nur, wenn du dich an alle Regeln hältst.
Unter der Liste stand ein handschriftlicher Zusatz.
Safe Word: Bernstein.
Noah schluckte nochmal, diesmal nicht aus Nervosität, sondern weil ihn das kurz sentimental machte. Diese unaufdringliche Fürsorge mitten in der Strenge. Darum liebte er diese besonderen Dates mit Alex so sehr.
Er legte das Papier zurück auf den Tisch. Alex wartete und fragte schließlich: „Und, unterschreibst du?“
Noah lehnte sich vor und tat kurz so, als würde er nachdenken. Dann schob er das Papier zu sich, zog einen Stift aus seiner Jackentasche und setzte seine Unterschrift ans Ende. Mit ihrem „Vertrag“ schob er auch die Schlüsselkarte zum Zimmer rüber.
Alex nahm das Papier an sich, faltete es sorgfältig und steckte es gemeinsam mit der Karte in den Blazer, als wären es ihre Tickets für einen ganz besonderen Abend.
Sie stand auf. Noah rührte sich nicht sofort, weshalb sie sich halb umdrehte. „Komm.“
Er nahm sein Glas, trank es in einem Zug leer. Dann stand er auf und folgte.
Die Wärme zwischen ihnen war zu spüren
Alex ging einen Schritt vor Noah, es war ihre subtile Art, ihn daran zu erinnern, wer gerade das Sagen hat. Im Aufzug war allerdings es eng. Beide standen so nah beieinander, dass sie die Wärme des anderen durch den Stoff spürten.
Noah räusperte sich. „Ich darf dich also nicht berühren, ja?“
Alex’ Blick ging zu seinem Mund.
„Du kennst Regel Nummer eins.“
Noah grinste. „Hier?“
„Mhm.“
Noah spürte, wie sein Körper darauf reagierte, doch er wollte sich für diesen besonderen Moment mehr Zeit nehmen, als es die Aufzugfahrt in den fünften Stock zuließ.
Die Tür zum Zimmer öffnete sich. Alex steckte die Schlüsselkarte in den Schlitz neben der Tür und schaltete damit ein schummriges Licht an. Anschließend zog sie langsam den Blazer aus und hängte ihn über den Stuhl. Noah beobachtete jede Bewegung. Er hätte Alex am liebsten sofort an den Hüften gepackt und sie aufs Bett geworfen.
Aber er hatte unterschrieben. Alex setzte sich auf die Kante des Betts, hob ein Bein und ließ den Fuß minimal pendeln. Kein Wort. Nur ein Blick in seine Richtung. Noah atmete einmal tief ein und kniete sich hin.
„Darf ich um Erlaubnis bitten, deine Füße zu küssen?“, fragte Noah flüsternd.
Alex’ Augen wurden ein bisschen weicher. Aber die Stimme blieb kontrolliert.
„Du darfst.“
Noah fiel auf die Knie und näherte sich mit dem Mund den Zehen im offenen Heel. Frische Pediküre, perfekt gefeilt, kein Nagellack. So mochte es Alex am liebsten. Und Noah? Sein harter Schwanz, der sich durch die graue Anzughose drückte, sprach für sich. Seine Lippen trafen auf ihren vom zarten Schuh entblößten Spann und ihm entfuhr ein kleines Stöhnen.
„Auch die Zehen“, befahl Alex in sanftem, aber bestimmtem Ton.
Die Lippen drangen weiter hinunter und auch seine Zunge kam nun zum Vorschein, um die Zehen zu erfühlen.
„Darf ich deinen Fuß halten und den Schuh ausziehen?“, fragte Noah achtsam. Jetzt bloß nicht die Regeln vergessen, dachte er.
Alex nickte und er nahm ihren Fuß in beide Hände, um die kleine Schnalle zu lösen. Langsam. Als wäre es ein Geschenk, das man nicht unbedacht aufreißt.
Dann der zweite.
Alex trug diesmal keine Strümpfe, dachte Noah. Er packte nun beide Füße, drückte sie aneinander und wanderte mit den Lippen weiter, über die Knöchel und zurück, als würde er jedes Detail aufsaugen wollen.
Alex ließ ihn erst gewähren, sagte dann jedoch bestimmt: „Ohne Hände.“
Noah zuckte, zog seine Hände zurück und küsste weiter. Jetzt war er gezwungen, noch langsamer zu sein. Noch bewusster. Er spürte, wie ihn das selbst noch mehr anmachte. Weil es nicht nur darum ging, dass er durfte, sondern dass er ihr gehorchte. Dass er beweisen musste, dass er ihr jeden Wunsch von den Lippen ablesen würde.
Er hielt inne. „Du bist so…“
Alex hob eine Augenbraue.
Noah korrigierte sich sofort. „…so streng.“
Alex beugte sich vor, nahm Noahs Kinn zwischen zwei Finger, ließ die Berührung kurz brennen.
„Du willst das“, sagte Alex ruhig.
Noah flüsterte: „Ja.“
Alex ließ los. „Dann sei brav.“
Noah atmete aus und machte weiter. Küssend. Langsam. Konzentriert.
Eine heiße Massage
„Greif in meine rechte Blazer-Tasche.“
Er gehorchte und fand darin eine Fläschchen Öl. Hieß das etwa …
„Massiere mir die Füße.“
„Mit Vergnügen“, seufzte Noah, während Alex sich auch ihres Rocks entledigte.
Er träufelte das Öl auf seine Handflächen, um es zu erwärmen und strich es anschließend auf die Fersen und den Fußrücken. Mit seinen Fingern erspürte er die weichen und festeren Stellen ihrer Füße, die Wärme vom Laufen in den sexy Schuhen. Und er wurde dabei so hart, dass es fast schon lächerlich war. Wie sollte das enden? Und vor allem, würde er heute überhaupt kommen dürfen? Er musste ihr einfach jeden Wunsch von den Augen ablesen.
Alex genoss die Berührungen und begann, auch sich selbst zu streicheln. Ihre Finger glitten zu ihrem schwarzen String, der an ihren Vulvalippen bereits durchnässt war. Sie benetzte zwei Finger und strich anschließend langsam und monoton über ihre Clit, was ihr hörbar Spaß machte. Noah konnte nur zuschauen. Es war ihm nicht erlaubt worden, mit den Händen weiter oben zu massieren.
Erlaubnis erteilt
Nach einer Weile sah Alex nach unten, als könnte sie Noahs Gedanken lesen. „Du willst mehr“, stellte sie fest.
Noah lachte leise. „Ich würde lügen, wenn ich jetzt ‚nein‘ sage.“
Alex beugte sich zurück, verschränkte die Arme. „Du darfst.“ Ihr Blick war dunkel. „Wer sich an alle Regeln hält, bekommt seine Belohnung.“
Noah schloss kurz die Augen. Sein Körper vibrierte vor Spannung. Alex streckte einen Fuß aus, legte ihn Noah an die Schulter. Ruhig. Besitzergreifend. Noah küsste die Füße ein letztes Mal, dann hob er den Blick.
„Erlaubnis…“, sagte Noah heiser.
Alex’ Stimme blieb ruhig. „Wofür?“
Noah atmete schwer. „In dich einzudringen.“
Alex’ Mundwinkel zuckten wieder. „Einmal, zum Feuchtmachen.“
Noah senkte den Blick. „Oh mein Gott.“
„Du hast dich an alles gehalten“, sagte Alex. „Du warst geduldig. Ich erlaube dir, auf meine Füße zu kommen.“
Noah atmete so flach, dass es weh tat. „Ja.“
„Du warst brav“, sagte Alex.
Noah stöhnte leise, als er mit der Spitze seines Penis in Alex‘ feuchte Mitte eindrang. Sie spürte, wie er pulsierte und sich zusammenriss – noch einmal Stoßen und es wäre vielleicht vorbei.
Alex schob Noah weg und streckte ihm stattdessen die Füße entgegen. „Nimm dir deine Belohnung.“
Er griff zu und steckte seinen Schwanz zwischen ihre eingeölten Füße. Mit seinen Händen umfasste er sie fest, sodass er eng umgeben war.
„Langsam“, sagte Alex.
Noah gehorchte. Er bewegte seine Hüfte kontrolliert, mit angehaltenem Atem.
„Schau mich an“, sagte Alex. Sie hielt den Blick, während Noah sich der großen Belohnung immer näher brachte.
„Zeig mir, wie sehr du dich darüber freust“, sagte Alex leise.
Noah nickte hektisch, er hatte keine Worte für das, was in ihm vorging.
Nun wurde Noah schneller, die Füße fest umgriffen verlor er gänzlich die Kontrolle über sich und gab dem Gefühl nach. Während er stöhnte, schoss sein Saft auf Alex‘ Knöchel. Von dort aus lief er langsam auf den Fußrücken zurück. Noah keuchte.
„Gut“, sagte Alex leise. „Sehr gut. Ich mache mich sauber und warte in der Dusche auf dich. Ich bin noch lange nicht fertig mit dir. Das wird eine lange Nacht.“
Noah war geflasht. Er konnte es kaum erwarten, Alex‘ Anweisungen weiter zu folgen. Was würde sie sich wohl als Nächstes ausdenken? In einem konnte er sich jedoch immer sicher sein: Seine Frau weiß, was sie will und ist immer für eine Überraschung gut.
Ihr wollt noch mehr Kopfkino? Hier gibt es weitere erotische Geschichten!
(Bild: Vlad Deep/Unsplash)