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Potenzmittel & Co. – Nahrungsergänzung für intimes Wohlbefinden

12 März 2026,

von

Kennst Du das? Du fühlst Dich nicht mehr ganz wie Du, wünschst Dir mehr Lust und Energie oder dass Du Dich wieder mehr wie Du fühlst – aber irgendwie spielt der Körper nicht mit. Damit bist Du alles andere als allein: Laut unserem Sexreport* berichten 26 % der Menschen von geringem Sexualantrieb, 16 % von Erektionsstörungen und 22 % von vorzeitiger Ejakulation. Auch Scheidentrockenheit ist mit 20 % ein häufiges Thema. Aber obwohl so viele Menschen betroffen sind, spricht kaum jemand darüber. Das erschwert es auch, Lösungen für die Probleme zu finden. Wir, die AMORELIE Sexperts, haben es zu unserer Mission gemacht, Tabus abzubauen und Gespräche in Gang zu setzen. Denn alle Menschen haben ein Recht auf intimes Wohlbefinden und ein erfülltes Sexleben.

Wir starten direkt mit einer guten Nachricht: Es gibt viele Wege, das Sexleben wieder in Schwung zu bringen. Bei Potenzproblemen können zum Beispiel Sextoys körperliche Üungen wie Beckenbodentraining unterstützen. Flaute im Bett zwischen Dir und Deinem Babe? Manchmal hilft schon ein ehrliches Gespräch über die Libido oder das gezielte Setzen von Impulsen und sich Zeit füreinander nehmen. Meistens ist es ein Zusammenspiel aus verschiedenen Ansätzen, das den Unterschied macht.

Heute schauen wir uns Nahrungsergänzungsmittel als sanfte Unterstützung genauer an – von pflanzlichen Potenzmitteln bis hin zu Mikronährstoffen, die Libido und Wohlbefinden fördern können. Kein Wundermittel, kein Ersatz für ärztlichen Rat bei ernsthaften Beschwerden – aber eine Möglichkeit, Deinen Körper gezielt zu unterstützen. Was wirklich dahintersteckt? Das erfährst Du jetzt.

Inhaltsverzeichnis

Für wen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein?

Nahrungsergänzungsmittel sind Präparate aus Vitaminen, Mineralstoffen, Pflanzenstoffen oder Aminosäuren, die die normale Ernährung ergänzen sollen. Wichtig zu wissen: Sie sind keine Heil- oder Arzneimittel und behandeln keine Krankheiten oder Störungen. Was sie können: sanft unterstützen, wenn der Körper ein bisschen mehr Aufmerksamkeit braucht.

Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, wenn Du…

  • Dich häufig müde oder ausgelaugt fühlst und das auf Deine Lust drückt,
  • in einer stressigen Lebensphase steckst, die Deine Libido beeinflusst,
  • in der Menopause bist und nach natürlicher Unterstützung suchst,
  • einen Kinderwunsch hast und Deinen Körper optimal vorbereiten möchtest,
  • eine nährstoffarme Phase hinter Dir hast und Dein System wieder ins Gleichgewicht bringen willst.

 

Wichtig: Bei anhaltenden Beschwerden – wie dauerhaften Erektionsstörungen, starken hormonellen Veränderungen oder Schmerzen beim Sex – solltest Du auf jeden Fall ärztlichen Rat suchen. Nahrungsergänzungsmittel sind – wie der Name es suggeriert – eine Ergänzung und kein Ersatz für medizinische Abklärung oder Behandlung.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe für Potenzmittel & Co.

Nahrungsergänzungsmittel sollten am besten auf ein spezifisches Anliegen zugeschnitten sein und aus Zutaten bestehen, die einander komplementieren. Hier findest Du einen Überblick über häufig verwendete Wirkstoffe, geordnet nach Deinen Bedürfnissen für intimes Wohlbefinden.

Libido und sexuelle Vitalität

Maca (Lepidium meyenii) ist eine Wurzel aus den peruanischen Anden, die in der Volksmedizin seit Jahrhunderten für mehr Energie und Vitalität eingesetzt wird. Maca-Extrakt wird oft als Potenzmittel beworben und soll sowohl positive Wirkungen auf das sexuelle Verlangen haben als auch in den Wechseljahren bei Stimmungstiefs helfen.

Panax Ginseng ist einer der am besten untersuchten Pflanzenstoffe für die sexuelle Gesundheit. Es gibt Hinweise auf positive Effekte auf die Erektionsfähigkeit und auch die Erregungsfähigkeit nach den Wechseljahren soll ein Effekt des Inhaltsstoffes sein. Ginseng gilt als pflanzlicher Stoff, mit einer der solidesten Datenlagen zur dessen Wirkung.

Ginkgo Biloba wird eine durchblutungsfördernde Eigenschaft zugeschrieben – auch im Genitalbereich. Das macht ihn besonders interessant für Menschen, bei denen verminderte Durchblutung eine Rolle bei sexuellen Funktionsstörungen spielt und die dafür ein pflanzliches Potenzmittel suchen. Ginkgo kann aber die Wirkung von Antikoagulanzien beeinflussen, also bitte bei Medikamenteneinnahme erst mit Deinem*deiner Ärzt*in besprechen.

L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper teilweise selbst herstellt. Sie unterstützt die Bildung von Stickstoffmonoxid, das Blutgefäße entspannt und die Durchblutung verbessert. In Tests berichten viele von spürbaren Verbesserung bei Erektionsstörungen und Erregungsfähigkeit.

Bockshornklee enthält Saponine, die die körpereigene Hormonproduktion anregen sollen. Tatsächlich viele Menschen von gesteigerter sexueller Erregung – und die wissenschaftliche Studienlage für Bockshornklee ist breiter als bei vielen anderen Pflanzenstoffen.

Zink ist ein essenzieller Mikronährstoff für die Produktion von Sexualhormonen und es durch die Einnahme bei einem Mangel den Testosteronspiegel erhöhen. Zudem ist Zink wichtig für die Schleimhäute und ein gesundes Immunsystem.

Als Ergänzung liefern auch Inhalte wie Niacin, Vitamin C und B12 Energie, stärken den Fokus und helfen gegen Müdigkeit.

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Energie, Ausdauer, Testosteron

Ein sinkender Testosteronspiegel ist keine Ausnahme – besonders Männer erleben das spätestens ab Mitte 30. Chronischer Stress, Schlafmangel und ein unausgeglichener Alltag können das zusätzlich beschleunigen. Diese Inhaltsstoffe werden am häufigsten zur gezielten Unterstützung eingesetzt:

Ashwagandha (Withania somnifera) ist aktuell der am stärksten erforschte pflanzliche Wirkstoff für den Testosteronhaushalt. Es gibt Studien, die zeigen, dass Ashwagandha sowohl die sexuelle Gesundheit als auch den Testosteronspiegel signifikant verbessern soll. Der Mechanismus: Ashwagandha senkt den Cortisolspiegel – und chronisch erhöhtes Cortisol ist einer der größten Lustkiller überhaupt. Inhalte, die gegen Stress helfen, können also wichtig sein für Potenzmittel.

Bockshornklee wirkt auch hier, indem er den Gesamttestosteronspiegel erhöhen kann.

Tongkat Ali (Eurycoma longifolia) ist eine Heilpflanze aus Südostasien, die zunehmend in der Forschung auftaucht. Sie soll die Testosteronkonzentration im Blut erhöhen. Die Gesamtstudienlage ist aber noch dünn – bei einigen Substanzen besteht auch das Potenzial für Nebenwirkungen.

Shilajit ist ein mineralreiches Harzextrakt aus dem Himalaya und zentralasiatischen Gebirgen, das in der Ayurveda-Medizin traditionell für Vitalität und als Potenzmittel eingesetzt wird.

Magnesium, Vitamin B1, B6, B12 und Niacin sind klassische Bestandteile vieler Nahrungsergänzungsmittel und helfen auch im Bett auf die Sprünge: Sie unterstützen den Energiestoffwechsel, das Nervensystem und verringern das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung – alles Faktoren, die sich direkt auf sexuelle Energie und Ausdauer auswirken.

Vitamin D verdient besondere Erwähnung: Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin D die Testosteronbildung ankurbeln kann – allerdings vor allem dann, wenn ein Mangel vorliegt. Bei bereits optimalen Werten ist kein zusätzlicher Effekt zu erwarten.

Auch hier ist Zink eine sinnvolle Ergänzung, die den Testosteronspiegel unterstützt.

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(Bild: Laura Adai/Unsplash)

Fruchtbarkeit – für alle mit Kinderwunsch

Wer ein Kind möchte, kann seinen Körper gezielt vorbereiten – am besten schon drei Monate vor dem Kinderwunsch, da die Spermienreifung allein rund 74 Tage dauert.

Folsäure ist für Menschen, die schwanger werden möchten unverzichtbar: Sie unterstützt die Zellteilung und Eizellqualität und senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Kind deutlich. Die Einnahme sollte idealerweise schon vor der Empfängnis beginnen.

Coenzym Q10 (CoQ10) unterstützt die Mitochondrien – die Energiekraftwerke der Zellen – und wirkt antioxidativ. Studien berichten von verbesserten ovariellen Antworten und Embryoqualität sowie einer besseren Spermienmotilität bei Männern.

Selen und Zink spielen bei allen Geschlechtern eine wichtige Rolle: Selen unterstützt die Spermienbildung und Fruchtbarkeit und auch Zink ist für Fruchtbarkeit und Fortpflanzung essenziell – und trägt unter anderem zur Eizellgesundheit bei.

Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA) sind wichtig für die Entwicklung und Reifung von Spermien. Zudem sind sie auch relevant für Hormontätigkeit und Schleimhautgesundheit.

L-Carnitin spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Spermien und kann deren Beweglichkeit und Qualität unterstützen.

Menopause und intime Balance

Hormonelle Veränderungen – ob Perimenopause, Menopause oder einfach ein unruhiger Zyklus – können sich stark auf das sexuelle Wohlbefinden auswirken. Diese Inhaltsstoffe werden am häufigsten eingesetzt:

Phytoöstrogene / Isoflavone aus Soja oder Rotklee sollen ähnlich wirken wie körpereigene Östrogene – aber schwächer. Eingesetzt werden sie bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und vaginaler Trockenheit. Wichtig: Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät Personen, die an östrogenabhängigem Brust- oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind oder waren, von der Einnahme isoflavonhaltiger Nahrungsergänzungmitteln ab.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist eine beliebte pflanzliche Option bei wechseljahresbedingten Hitzewallungen.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist eine der meistverwendeten Heilpflanzen bei Zyklusbeschwerden und PMS.

Ashwagandha kann auch in der Perimenopause hilfreich sein: Die Einnahme soll sich regulierend auf den Hormonspiegel auswirken und körperliche und psychische Beschwerden abschwächen.

Sanddornextrakt ist reich an Omega-7-Fettsäuren, die die Schleimhäute – auch die Vaginalschleimhaut – von innen pflegen können.

Omega-3-Fettsäuren werden in den Wechseljahren besonders empfohlen: EPA und DHA unterstützen nicht nur das Herz-Kreislauf-System und die Stimmung, sondern wirken auch entzündungshemmend – relevant, da in der Menopause entzündliche Prozesse zunehmen können.

Riboflavin (Vitamin B2) hat einen positiven Einfluss auf Haut und Schleimhäute und unterstützt die intime Balance.

Schwangerschaft und Kinderwunschphase

Hier ist die Studienlage am klarsten – und die Empfehlungen sind medizinisch gut begründet. Nur zwei Nährstoffe werden allen Schwangeren offiziell empfohlen:

Folsäure ist der wichtigste Nährstoff rund um die Schwangerschaft. Sie unterstützt den Aufbau des mütterlichen Gewebes, die Zellteilung und senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte. Empfehlung: täglich 400 µg, idealerweise schon 4 Wochen vor der Empfängnis bis zum Ende des ersten Trimesters.

Jod ist elementar für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem des ungeborenen Kindes sowie für die Schilddrüsenfunktion. Da die Jodversorgung in Deutschland oft unzureichend ist, wird während der Schwangerschaft eine zusätzliche Einnahme von 100–150 µg täglich empfohlen.

Je nach individueller Situation und nach ärztlicher Abklärung können außerdem sinnvoll sein:

  • DHA (Omega-3) – für die Gehirn- und Sehentwicklung des Kindes; besonders relevant bei fehlendem Fischkonsum
  • Eisen – nur nach Blutbild, da Schwangere zwar mehr Eisen brauchen, aber durch das Ausbleiben der Menstruation auch einsparen
  • Vitamin D – bei wenig Sonnenlicht oder dunklem Hauttyp empfohlen
  • Vitamin B12 – besonders wichtig für Veganer*innen
  • Kalzium und Magnesium – bei nachgewiesenem Bedarf

 

Fazit für die Schwangerschaft: Folsäure und Jod sind die einzigen Nahrungsergänzungsmittel, die allen Schwangeren universell empfohlen werden. Grundsätzlich sollten Ergänzungen aber immer ärztlich abgeklärt werden – gerade in der Schwangerschaft gilt: mehr ist nicht automatisch besser.

Potenzmittel und Nahrungsergänzung: Das Wichtigste in Kürze

  • Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel – sie können unterstützen, aber keine Krankheiten heilen oder behandeln.
  • Für Libido und Verlangen: Maca, Panax Ginseng, Ginkgo Biloba, L-Arginin und Zink
  • Für Testosteron und Energie: Ashwagandha, Bockshornklee und Tongkat Ali; Vitamin D und Zink bei nachgewiesenem Mangel.
  • Für Fruchtbarkeit: Folsäure, CoQ10, Selen, Zink und Omega-3
  • Für die Menopause: Traubensilberkerze, Isoflavone (mit Vorsicht), Mönchspfeffer, Ashwagandha und Omega-3.
  • Für die Schwangerschaft: Folsäure und Jod sind die einzigen universell empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel – alle anderen nach ärztlicher Absprache.
  • Bei anhaltenden Beschwerden immer ärztlichen Rat suchen!

*AMORELIE Sexreport 2026, repräsentative Onlinebefragung in Deutschland, Österreich, der Schweiz (n=2108) in Zusammenarbeit mit Trend Research.

(Bild: Jane Korsak/Unsplash)

Geschrieben von
Lara Grimm
Autor*in
Sextoys, Datingtrends, LGBTQIA+ Themen: Autorin Lara liebt es, allem auf den Grund zu gehen, was die Herzen (und Betten) der Menschen bewegt.

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