„Im Sommer wird geknallt“ – unter diesem Motto feiern wir in diesem Jahr die heißen Monate. Wir haben Euch dazu aufgerufen, Eure erotischen Sommergeschichten mit uns zu teilen, ob fiktiv oder real. Die Gewinnerstories teilen wir exklusiv in unserem AMORELIE Magazin. Schnappt Euch ein kühles Getränk und schmeißt die Klimaanlage an, denn es wird HOT, HOT, HOT!
Autor: Chloé A.
Die Tür der Praxis schnappt hinter mir zu. Ich schiebe meine Sonnenbrille ins Haar und werfe fast automatisch einen schnellen prüfenden Blick in den Spiegel neben der Garderobe. Nicht, dass Clara Wert darauf legt, wie ich aussehe, aber ich will mir selbst versichern: Du siehst lebendig aus. Auch auf Krücken.
Noch bevor ich an der Rezeption vorbei bin, merke ich, dass ich irgendwie Vorfreude verspüre. Es ist nicht nur die Erleichterung, nach Wochen des Ausharrens zu wissen, dass es weitergeht – da ist auch etwas mehr. Ich freue mich, weil ich mich nach jedem Termin wieder lebendiger fühle. Nicht nur mein Körper wird hier wieder in Form gebracht, auch meiner Seele tut es gut. Denn diese hatte Anfang des Sommers einen großen Knacks abbekommen.
Mein Sommer hätte dies werden sollen, das hatte ich mir vorgenommen. Ich wollte das Leben genießen, am liebsten mit einem tollen Mann und einer gewaltigen Portion Leidenschaft. Doch ich war wohl übermotiviert und ging bei meinem ersten Besuch im Freibad so schwungvoll am Beckenrand entlang, dass ich ausrutschte und mir den Knöchel brach. Und damit zerbrachen auch meine Pläne.
Mein Leben spielte sich ab dann nur noch in meiner Wohnung ab und Männer bekam ich nur beim Netflix-Binge-Watching im Fernsehen zu sehen.
„Ah, da ist ja mein Lieblingsprojekt!“
Doch dann – dann ging die Physiotherapie los. Mit ihr kam Clara – und mit Clara kam endlich wieder das Leben. Ja, ich freute mich auf jeden Termin. Auf Clara, die mit ihrer schlagfertigen Art immer schafft, dass sogar die Bewegungstests weniger nach Krankenhaus und mehr nach einem Spiel wirken. Auch diesmal: Im Flur höre ich schon Claras: „Ah, da ist ja mein Lieblingsprojekt!“ Dabei lässt sie ein Grinsen durch den Raum blitzen, das mindestens so frech ist wie ihre kurzen Locken.
„Müssen Sie eigentlich all Ihre Patienten so motivieren, oder habe ich einen Sonderstatus?“, frage ich mit gespielt ernster Miene.
Clara zwinkert. „Nur die, denen man ansieht, dass sie möglichst bald wieder das Abenteuer suchen. Und Sie schauen so, als hätten Sie ziemlich Nachholbedarf.“
Schon kurz darauf sitze ich auf ihrer Behandlungsliege und Clara prüft fachmännisch meine Beweglichkeit.
„Wer weiß, was Sie nach Ihrer Reha alles anstellen … “
Ihre Finger sind warm, ihre Berührung wirkt routiniert, aber ich spüre, dass sie immer einen Hauch länger verweilt, als unbedingt nötig wäre.
Routiniert streifen Claras Hände über meinen Fußknöchel, drehen das Gelenk sanft, lassen die Wadenmuskeln abwechselnd anspannen und lockern. Ich genieße es, nicht alleine zu sein, wie viel zu oft in den letzten Wochen. Und auch, wieder einmal berührt zu werden. Hände auf meiner Haut zu spüren. Etwas, das mir so sehr gefehlt hat.
Clara registriert wohl, wie ich auf ihre Berührungen reagieren, und ihre Bewegungen werden nicht aufdringlicher, aber – als hätte sie meinen Gedanken gehört – ein bisschen verspielter. „Wer weiß, was Sie nach Ihrer Reha alles anstellen … Wenn Sie immer so schwungvoll sind wie im Freibad, sollte ich Ihnen vielleicht ein bisschen mehr Körpergefühl trainieren.“
Ich lache.
„Nach diesen Wochen fühle ich mich so eingerostet, dass ich für sämtliche Schandtaten wahrscheinlich außer Übung bin“, entgegne ich.
Clara lächelt und bleibt mit ihren Händen achtsam an meinem Fußgelenk. „Ach, so schnell geht das nicht verloren,“ gibt sie zurück, ihre Stimme angenehm sachlich. „Die meisten Talente kommen erstaunlich fix zurück, wenn man sie nur ein bisschen fordert.“
Ich hebe eine Augenbraue. „Und an welche Talente denken Sie da genau?“
Clara tut, als müsse sie das sorgfältig abwägen, rückt ihre Hände ein kleines Stück höher an meine Wade. „Nun ja… Mobilität, Flexibilität, vielleicht auch etwas Sensibilität – und nicht zu vergessen: die Fähigkeit, Gelegenheiten zu nutzen, wenn sie sich bieten.“ Das klingt noch nach Physiotherapie, ist aber alles andere als neutral formuliert.
Sie beugt sich näher zu mir heran. „Wollen Sie daran arbeiten?“, haucht sie, wobei ihre Stimme jetzt so entspannt klingt, als wäre dies ein ganz neutrales Angebot – ihr Blick aber verrät das Gegenteil.
Funken aus wohltuendem Schmerz und Lust
Wortlos nicke ich ihr zu. Ich bin zu gefangen von der Faszination des Augenblicks, um über meinen eigenen Mut erstaunt zu sein.
Clara schiebt mein Bein wieder auf die Liege, dieses Mal bleibt ihr Körper so nah, dass ich fast jeden Atemzug von ihr auf meiner Haut spüre. Ihr Knie lehnt jetzt unverkennbar an meinem, kein Zufallsabstand mehr, sondern eindeutige Einladung.
Ich bemerke, wie Claras Blick nach meinem tastet, wie ihre Fingerspitzen federleicht auf der Innenseite meines Knöchels ruhen.
Sie beobachtet mich, als würde sie genau abwägen, wie viel ich aushalten, wie weit sie gehen kann – in Fachlichkeit und Versuchung.
Ihre Bewegungen bleiben ruhig, konzentriert und voller Absicht. Ihr Daumen übt sanften Druck auf einen Punkt unmittelbar unterhalb meines Knies aus, kreist dort – und ich zucke spürbar, überrascht von diesem Funken aus wohltuendem Schmerz und Lust.
„Sehen Sie, Ihre Beine sind nicht nur wunderschön, sie fühlen auch noch sehr gut…“, flüstert sie neckend und streicht bewusst weiter nach oben. Mit fast wissenschaftlicher Akribie findet sie jene Sehnen und Hautpartien, die in mir ein Prickeln auslösen, wie ich es nie erwartet hätte. Und es noch nie gefühlt habe.
Jetzt gleitet sie mit den Fingerspitzen an meiner Oberschenkelinnenseite entlang, ihre Bewegungen sind selbstbewusst. Das Tempo steigert sie nur dort, wo es mich atemlos macht. Sie wechselt zwischen sanftem Streicheln und überraschend gekonnten, kräftigeren Griffen, immer wissend, wann ein kurzes Festhalten meine Spannung wachsen lässt – wann ein plötzlicher, punktgenauer Druck auf die Sehnen exakt das in mir auslöst, was sich nach mehr anfühlt.
Als würde sie meine Lust besser als ich selbst kennen
Ich stöhne unwillkürlich auf, tief und halblaut; Clara lächelt und bewegt ihre Hand weiter, tiefer, erforscht mich. Ihre Professionalität bleibt, auch als ich meine Beine öffne.
Für einen Moment vergesse ich alles um mich herum – alles reduziert sich auf Nähe, Berührung, Licht und mein pochendes Herz. Jetzt spüre ich: Sie weiß genau, was sie tut. Nicht nur, wie sie meinem Körper Lust bereiten kann, sondern auch, was ich in jenen Momenten brauche.
Endlich, ohne große Umstände, erfasst sie mich genau dort, wo meine Lust immer stärker pulsiert. Wo ich bereits vor Geilheit auslaufe. Wo ich schon so lange von ihr berührt werden wollte.
Erst fahren ihre Finger nur über meinen Slip, ändern Druck und Rhythmus, widmen sich gänzlich meinem Schamhügel, wechseln zwischen festem Massieren und feinem, fast kitzelnden Kreisen. Es sind Bewegungen, die haargenau meinem Atem, meinen leisen Reaktionen angepasst sind. Ihre Berührungen sind so sicher, als würde sie mich seit Jahren kennen. Als würde sie meine Lust besser als ich selbst kennen.
Kein Mann hat sich je die Zeit genommen, mich derart zu verwöhnen. Noch nie war jemand so auf mich fokussiert und wollte mich derart ausführlich erkunden. Und ich, ich war auch noch nie entspannter. Habe mich noch nie mehr hingegeben. Ich habe mich auch noch nie entspannter gefühlt. Es geht mir nicht darum, ihr zu gefallen oder ebenfalls Lust bereiten zu müssen. Dass ich nur einen ausgeleierten Baumwollslip trage, nicht rasiert bin, alles ist mir egal. Ich weiß, dass sie mich dafür nicht verurteilt. Dass sie mir dennoch Lust bereiten wird.
Als sie mir den Slip sanft auszieht, verliere ich jedes Zeitgefühl. Claras Finger erkunden mich aufs Neue. Nun widmen sie sich meinen Labien. Erst spielen sie nur mit den äußeren Labien, streicheln sie mit einer mir bislang unbekannten Aufmerksamkeit. Sie schenkt wirklich jedem Quadratzentimeter meiner Haut so viel Zuwendung. Ihre Hände sind stark und zärtlich zugleich. Vor allem aber sind sie wissend. Sie nehmen, halten, lösen Spannung auf. Auch als sie in mich eindringen. Sie erkunden mich. Helfen mir, mich selbst kennenzulernen. Aber in keinem Moment ficken sie mich – und ich möchte dies auch gar nicht. Dies würde den Zauber des Moments zerstören. Stattdessen berühren sie mich auf tausend verschiedene Arten, liebkosen mich und erlauben mir, mich endlich wieder selbst zu fühlen. Meine Lust in all ihren Facetten zu erleben – bis nur noch ein einziger, zitternder Moment bleibt, in dem ich zu selber Lust werde.
Endlich fühle ich mich wieder als Frau
Wenige Sekunden danach, ich habe meine Augen noch geschlossen, lehnt sie sich nahe an mein Ohr: „Sie können das alles, wissen Sie? Sie sind längst zurück“, flüstert sie.
Als ich wieder meine Augen öffne, sehe ich, dass Clara an ihrem Schreibtisch sitzt. Ihre Bewegungen sind souverän, professionell – aber der kleine Funke in ihrem Blick bleibt bestehen. Sie richtet die Unterlagen auf dem Tisch, wirft mir dabei einen Seitenblick zu, der die Grenzen zwischen Physiotherapeutin und Mitwisserin elegant verschwimmen lässt.
„Ich denke, heute haben wir klar Fortschritte gemacht. Bis zur nächsten Einheit verordne ich Ihnen diesmal nicht nur Dehnübungen, sondern auch Glücksmomente “, sagt sie mit einem schelmischen Grinsen.
Ich lehne mich zurück, spüre immer noch das Pulsieren in mir. Doch da ist noch etwas anderes – eine neue Leichtigkeit. Endlich fühle ich mich wieder als Frau, als begehrenswertes Wesen. Ein Wesen, das fühlen kann und will. Das genießen kann und will. Als ich die Praxis verlasse, empfängt mich die kühle Sommerluft, und obwohl der Herbst bald vor der Tür steht, fühlt sich dieser Moment für mich wie der Beginn eines neuen Sommers an. Der Beginn meines Sommers, den ich in vollen Zügen genießen werde. Dank Clara. Und wer weiß – vielleicht auch weiterhin mit Clara. Denn ihr Lächeln und ihre Locken sind etwas, das ich nicht mehr missen will.