Sex ist ja bekanntlich die schönste Nebensache der Welt. Egal, ob One-Night-Stand oder zusammen mit Deinem Babe – an gutem Sex gibt es nicht viel auszusetzen – denkt man! Immer öfter kommt jedoch die sexuelle Unlust ins Spiel. Laut einer Studie haben deutsche Pärchen im Schnitt gerade mal drei Mal im Monat Sex und fast die Hälfte lebt sogar wochenlang abstinent. Was natürlich völlig okay ist, wenn es für beide stimmt. Doch oft ist der Wunsch nach häufigeren Intimitäten eigentlich da, doch es stellen sich Hindernisse in den Weg.
Sexuelle Unlust – Ursachen und Probleme
Bei sexueller Lustlosigkeit fehlt das Bedürfnis nach Sex. Diese Unlust kann eine bestimmte Phase im Leben sein oder auf Dauer mit nur geringem sexuellem Interesse bestehen. Mit zunehmendem Alter wird die Lust auf Sex auch bei vielen Menschen stärker reduziert, allerdings gibt es Faktoren, die diese Lustlosigkeit zusätzlich fördern:
1. Stress
Wer kennt das nicht: Im Büro häuft sich die Arbeit, Überstunden können nicht mehr an zwei Händen abgezählt werden und kein Ende ist in Sicht. Der Stress wird mit nach Hause genommen und dort bekommt es dann höchstwahrscheinlich Dein Babe zu spüren. Darüber hinaus macht solch ein Dauer-Stress auch müde und erschöpft Körper und Geist. Im Kopf schwirren immer noch die Gedanken über die Arbeit und die vielen Aufgaben, die noch erledigt werden müssen, herum. An Abschalten kann meistens nicht gedacht werden. Somit eben auch nicht an Sex. Es wird als anstrengend empfunden und auch der Druck, jetzt Sex haben zu müssen, verstärkt die Lustlosigkeit.
2. Körperliche und psychische Probleme
Stress kann eine Ursache für körperliche Probleme, wie chronische Kopfschmerzen oder andere physische Beschwerden, sein. Auch die Psyche leidet enorm unter dieser Belastung und kann daher ebenso ein Faktor für sexuelle Unlust sein. Auch einige Medikamente haben Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und somit auf die Libido. Personen, die die Pille nehmen, berichten beispielsweise häufiger von Lustlosigkeit als Nebenwirkung.
3. Partnerschaftliche Probleme
Ein erfülltes Sexleben ist wichtig für die Partnerschaft – doch gerade Beziehungsprobleme können dem im Weg stehen. Vielleicht sind die Schmetterlinge im Bauch verschwunden und das Gegenüber wird als weniger spannend wahrgenommen. Natürlich kann es auch sein, dass allgemeine Probleme, wie ständige Auseinandersetzungen und Streitigkeiten, bestehen, die zu Lustlosigkeit führen.
Sexuelle Unlust – Was kann ich dagegen tun?
In den meisten Fällen wird bei einer ärztlichen Konsultation vor der eigentlichen Behandlung einer kleinen Befragung über das bestehende Sexualleben und die Unlust unterzogen. Wann trat die Unlust ein? Wie ist die Gefühlssituation? Welche Faktoren der Umwelt und des Soziallebens könnten das Sexleben beeinflussen? Erst dann werden individuelle, auf Patient*innen abgestimmte Behandlungsmaßnahmen vorgenommen. Entweder sind es psychologische oder medikamentöse Behandlungen. Bei Personen, die hormonell verhüten wird beispielsweise meistens das Absetzen der Verhütungsmethode empfohlen. Bekanntlich schütten verschiedene Pillen viele Hormone aus, die Gefühle und die Libido stark hemmen können. Im Großen und Ganzen ist es wichtig, mit Partner*in und ärztlichem Fachpersonal über die Beschwerden zu sprechen, wenn sie lange andauern und zu einer starken Belastung werden.
Wichtig ist: Mach Dir nicht zu viel Druck! Perioden der Lustlosigkeit gehören dazu und können wieder vorbei gehen. Sich selbst Stress zu machen, können Probleme mit der Libido erst recht verstärken.