Urknall im Sextoy-Kosmos – CONSTELLATIONS kommt in befriedigender Mission

Wer seinen »Gaydar« in diesen Wochen gen Sterne ausrichtet, wird vibrierende Schwingungen aus dem All empfangen und eine ganz neue Spezies entdecken: intergalaktische Sextoys für queere Paare. Mit den Worten – »Let’s make universal love« landet die neue Sextoy-Marke CONSTELLATIONS auf der Erde und steht für etwas Universelles und Wunderschönes – queere Liebe. Zum raketenhaften Start außerirdischer Sextoy-Abenteuer haben wir einen Blick hinter die Kulissen der Marke geworfen. Das kreative Duo Jon und Johanna haben mit uns ihre Vision geteilt, erzählen von queerer Intimität und wie sie die neuen Stars des Sextoy-Firmaments entwickelten. 

Was hat Euch dazu inspiriert, die Toys zu entwickeln?

Uns inspirierte queerer Sex und die endlose Weite des Weltraums. In unserer Vorstellung waren die Toys queere Asteroiden, die ohne spezifische Genderzugehörigkeit  und vordefinierte sexuelle Orientierung auf die Erde gekommen sind, um Lust und Befriedigung zu verbreiten – das Ganze garniert mit der nötigen Prise Humor selbstverständlich.

Welches Toy von CONSTELLATIONS ist Euer liebstes?

Der Doppeldildo »Lyra« ist unser Liebling, weil sich das Toy bei der Anwendung anfühlt, als schwebe es schwerelos im Weltraum. »Lyra« ist nämlich überraschend leicht aufgrund eines hohlen Innenkerns, der sich unter der glatten Oberfläche befindet. Das hilft dabei, dass das Toy beim Sex – wenn es in den Anus oder in die Vagina eingeführt ist – in Position bleibt. 

Kreativ-Duo Jon und Johanna beim Entwickeln der Toys.

Wie definiert Ihr das Wort »queer« für Euch?

»Queer« bezieht sich auf die LGTBQI+ Communitys, die sich nicht als »heterosexuell« oder »cis-geschlechtlich«, also strickt männlich oder weiblich, identifizieren. Menschen, die Wörter wie »schwul«, »lesbisch«, »bisexuell«, »geschlechtsnonkonform« oder  »trans*« verwenden, um sich selbst zu beschreiben, verwenden das Wort »queer« gewöhnlich auch für die Community als Ganzes. Früher wurde der Begriff häufig als abfällige Verunglimpfung verwendet, doch über die Zeit haben queere Menschen sich die Bedeutungshoheit des Wortes zurückerobert und ins Positive gekehrt.

Ist queerer Sex anders als bei anderen Liebes-Konstellationen?

Ja! Intime Momente zwischen zwei Menschen mit Penis oder zwei Menschen mit Vulva sind einzigartig. Jenseits des Körpers ist doch das Schöne an queerer Intimität, dass wir, weil wir bereits etwas über unser sexuelles Selbst mit der Welt geteilt haben, oft etwas weniger Angst davor haben, unsere Ideen und Fantasien voll und ganz mit anderen zu teilen. Und gerade ein offener und transparenter Umgang mit Sex, ohne Scham, ist so wichtig.

Warum werden die Sextoys mit »ein Toy für jedes Paar mit zwei Vaginen« und nicht »ein Toy für lesbische Paare« bezeichnet?

Wir wollten die Toys und die Art der Stimulation beschreiben, nicht die Person, die sie benutzt. Viele Menschen leben ihren Alltag außerhalb von Bezeichnungen wie »Mann«, »Frau«, »schwul« oder »lesbisch« und CONSTELLATIONS wurde für alle Menschen kreiert – unabhängig davon, wie sie sich selbst identifizieren.

Letzter Qualitätscheck, bevor die Toys und Verpackungen in Produktion gehen.

Wie queer ist AMORELIE?

Wir haben mehr als 50 Prototypen zur Entwicklung der CONSTELLATIONS Toys hergestellt, die von vielen unserer Kolleg*innen getestet wurden, darunter mehrere, die sich nicht unbedingt als queer indentifizieren. Dank dieses Team-Geists und der Unterstützung konnten wir die bestmöglichen Produkte herstellen. 

Darüber hinaus hat AMORELIE bereits in der Vergangenheit Sextoy-Boxen für queere Paare hergestellt, war in den letzten zwei Jahren auf dem Berliner CSD präsent, unterstützt eine aktive Gruppe queerer Mitarbeiter – und unsere Kolleg*in und Drag Queen Rosetta Bleach gibt auf unseren AMORELIE Partys als DJane immer den Ton an. AMORELIE ist super queer! 

Was ist das Ziel von AMORELIE mit der neuen Marke?

Die meisten Toys von AMORELIE können bereits vielfältig für jede Art von Körper genutzt werden, aber die meisten Paartoys werden ausschließlich für die Bedürfnisse heterosexueller Paare entwickelt, während es für queere Paare relativ wenige gibt. Unser Ziel war es daher, diese Lücke zu schließen und der queeren Community etwas bieten zu können.

Was hofft Ihr, welchen Effekt die Toys auf die Sex-Tech-Branche haben?

Wir hoffen, dass wir unsere Branche dazu bringen können, queeren Sex zu feiern und Designs für Menschen zu entwickeln, die ihn haben. Wir haben die einmalige Gelegenheit, diesen Wandel voranzutreiben, indem wir uns auf authentische Weise auf queeren Sex konzentrieren und dafür einsetzen.

Wo können Interessierte Eure außerirdischen Sextoys finden?

Auf amorelie.com gibt es die gesamte CONSTELLATIONS Crew.

Jon Derman Harris ist der kreative Kopf hinter der Marke CONSTELLATIONS. Mit der Idee und Entwicklung der ersten queeren Sextoy-Marke im AMORELIE Sortiment brachte er queeren Sex und den Weltraum zusammen und versah das gesamte Projekt mit dem nötigen Touch Abgespaceteheit und ganz wichtig: einer gehörigen Portion Sternenstaub.

 

Johanna Gmelin ist Projektmanagerin in unserem AMORELIE Team für Eigenmarken und Produktentwicklung. Mit ihrer Erfahrung aus der Textil- und Bekleidungstechnologie sowie Projektleitung hat sie maßgeblich mitgewirkt, die queeren Sextoys von CONSTELLATIONS zum Leben zu erwecken.

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