Bondage-Stellungen: So geht’s!

Bondage Stellungen

Bondage Stellungen für Anfänger

Bondage ist nicht gleich Bondage. Die kunstvolle Fesselung hat verschiedenste Absichten und es gibt es unzählige Arten, Techniken und Positionen. Folterbondage, Zierbondage, Hogtie, Spread Eagle und mehr – wir erklären Dir die wichtigsten Bondage Stellungen und Positionen mit Bildern und einer kurzen Anleitung.

Bondage Anleitung für die beliebtesten Positionen

Hogtie

Hogtie

Bei dieser Fesseltechnik liegt der Bottom auf dem Bauch und seine Hand- und Fußgelenke werden hinterrücks zusammengebunden. Hierbei können sowohl Hand- und Fußschellen als auch Seile verwendet werden. Die gefesselten Hand- und Fußgelenke werden dann ebenfalls miteinander verbunden. Je kürzer diese Verbindung ist, desto mehr hebt sich der Oberkörper an. Zusätzlich können Oberarme oder Knie zusammengebunden werden, um die Fesselung zu intensivieren.

Frogtie

Frogtie

Beim Frogtie werden die Beine mit den Fußgelenken an den Oberschenkel gefesselt, wodurch eine Froschposition erlangt wird. Die Handgelenke wiederum werden außen an den Beinfesselungen der jeweiligen Seite oder aber hinter dem Rücken fixiert.

Spread Eagle

Spread Eagle

In dieser klassischen Bondage-Position wird der Bottom auf dem Rücken (manchmal auch auf dem Bauch) liegend, alle Viere von sich gestreckt, an den Bettpfosten oder anderen vier seperaten Punkten befestigt. Der fertige Spread Eagle sieht von oben wie ein großes X aus. BDSM-Profis praktizieren den Spread Eagle auch im Stehen, beispielsweise an einem Andreaskreuz.

Reverse Prayer

Reverse Prayer

Was eigentlich als Yoga-Übung bekannt ist, findet auch im Bereich des BDSM regen Anklang. Beim Reverse Prayer werden die Arme und Handgelenke des Bunnys auf dem Rücken zusammengebunden. Die Hände mit ausgetreckten Fingern werden zwischen den Schulterblättern platziert und die Handinnenflächen sollten sich – wie bei einem Gebet – berühren. Diese Position kann ziemlich schmerzhaft werden und sollte daher nicht all zu lange gehalten werden.

Boxtie

Boxtie

Ähnlich dem Reverse Prayer werden die Arme des Subs auf dem Rücken verbunden. Das Seil wird um den Oberkörper (ober- und unterhalb der Brust) herum geführt. Diese Position ist im Vergleich zu anderen Bondage Stellungen ein wenig entspannter, da die Arminnenflächen aufeinanderliegen. Besondere körperliche Dehnbarkeit ist hier keine Voraussetzung.

Strappado

Strappado

Strappado (auch Hofknicks genannt) bezeichnet ursprünglich eine mittelalterliche Foltertechnik. Bei Bondage-Spielen erfahrener BDSMler ist diese Position jedoch sehr beliebt. Die Handgelenke des Bottoms werden hinter dem Rücken gefesselt und dann mit einem Seil nach oben gezogen. Das Seil ist hierbei an der Decke oder einem Balken befestigt. Die Füße bleiben auf dem Boden.

Bondage-Arten

Sich gegenseitig zu Fesseln und damit ein klares Machtgefälle zwischen Fesselungskünstler („Rigger“) und dem devoten Partner („Bunny“) herbeizuführen, ist ein beliebtes erotisches Spiel. Doch was bewirken die Fesseln eigentlich und wozu dienen sie? Hierbei kann man drei Hauptgruppen unterscheiden:

Beim Zweckbondage geht es schlicht und einfach darum, Bewegungsunfähigkeit herzustellen, man spricht auch von Gebrauchsbondage. Kenntnisse spezieller Knotentechniken und besondere Fesselutensilien sind unnötig. Das Ziel ist es, den Sub schnell und zweckmäßig zu fixieren.

Folterbondage hingegen hat die Absicht, den Bottom mit der Fixierung in eine möglichst unbequeme oder schmerzhafte Lage zu zwingen – z.B. als Strafe im Rahmen eines Züchtigungsspiels.

Besonders schön anzusehen – was in diesem Fall auch der Zweck ist – ist das sogenannte Zierbondage. Hier stehen ästhetische Gesichtspunkte im Vordergrund. Die Fesselung soll vor allem gut aussehen und erst in zweiter Linie den Bottom einschränken. Oftmals wird Zierbondage zur Betonung bestimmter Körperteile oder als „Kostüm“ auf Fetischpartys getragen.

Bondage-Techniken

Beim Bondage unterscheidet man zwischen grundlegenden Techniken. Neben dem Zusammenbinden von Armen und Beinen, gibt es noch das Auseinanderspreizen (z.B. mit einer Spreizstange) und das Festbinden an Gegenstände wie beispielsweise an den Bettpfosten oder der Stuhllehne.

Eine beliebte Technik ist Wickelbondage. Hierbei werden einzelne Körperteile oder sogar der ganze Körper eingewickelt. Mit Seilen entsteht ein tolles Muster, es wird hierfür aber auch Frischhaltefolie genutzt – aber Achtung: Ein Hitzestau unter dem luftdichten Material kann gefährlich werden. Echte BDSM-Profis praktizieren unter anderem Hängebondage (Suspension Bondage), also das Aufhängen des Körpers. Hierfür sind jedoch detaillierte Kenntnisse der menschlichen Anatomie, Erfahrung und spezielle Vorrichtungen (Haken in der Decke, Balken etc.) notwendig.