Schnorchel, Sofa, Schraubenzieher, Stiel eines Fleischklopfers, Filzstifte, Gurken, Karotten, Staubsauger, Gummihandschuhe, Duschkopf, Schlappen, Deoflasche, Griffe von Haarbürsten – nein, das ist keine abstrakte Einkaufsliste. Das sind echte Antworten aus unserer Instagram-Umfrage, bei der wir gefragt haben: Welche Gegenständen habt Ihr schon für Solo-Spaß genutzt? MacGyver hätte seinen Hut gezogen. Wir waren ehrlich gesagt auch überrascht und beeindruckt von der Kreativität. Wenn Du Deine Haushaltsgegenstände für Sexytime zweckentfremdest, bist Du damit also definitiv nicht allein. Der Dauerbrenner fürs Solo: die elektrische Zahnbürste. Laut AMORELIE Sexreport* haben 6 % der Deutschen sie schon mal für ihr Vergnügen genutzt. Na ja, Selfcare für ein strahlendes Lächeln auf allen Lippen … Aber Spaß bei Seite: Bei der Selbstbefriedigung mit Gegenständen gibt es auch einige Gefahren. Wir klären auf über Dos und Don’ts und welche Sextoys ihr stattdessen nutzen könnt.
Warum greifen wir zu Alltagsgegenständen?
Die Gründe sind vielfältig – und total nachvollziehbar. Manchmal ist die Neugier einfach größer als der Weg zum Onlineshop. Manchmal will man erstmal herausfinden, was einem überhaupt gefällt, bevor man Geld ausgibt. Und nicht alle trauen sich, sich ein Sextoy anzuschaffen, weil sie sich dafür schämen.
Dazu kommt: Alltagsgegenstände sind immer zur Hand, kosten nichts extra – und manchmal ist es schlicht der Reiz des Unerwarteten, der lockt. All das ist zutiefst menschlich. Aber: Es gibt ein paar wichtige Dinge, die Du wissen solltest, bevor Du der Selbstbefriedigung mit Gegenständen frönst, wenn Dich die Lust packt.
Die Tücken der DIY-Sextoys: Diese Risiken solltest Du kennen
So prickelnd die improvisierten Abenteuer klingen mögen – Alltagsgegenstände sind nicht für den Intimbereich entwickelt worden. Das bedeutet konkret:
Verletzungsgefahr: Scharfe Kanten, Splitter oder ungeeignete Materialien können zu gröberen oder Mikroverletzungen führen. Diese sind auch gefährlich, selbst wenn man sie nicht direkt spürt. Wenn ihr also Gegenstände einführt, zieht zumindest immer ein Kondom drüber.
Infektionsrisiko: Materialien, die nicht hautverträglich oder porenlos sind, können Bakterien begünstigen.
Vakuum-Effekte: Bestimmte Gegenstände – Stichwort Staubsauger oder Flasche – erzeugen Sog, der empfindliches Gewebe beschädigen und Blutgefäße erheblich verletzen kann.
Steckenbleiben: Was rein kann, muss nicht automatisch wieder raus. Notaufnahmen erleben solche Fälle regelmäßig. Die gesundheitlichen Folgen können je nach Gegenstand und Verletzung erheblich sein und beispielsweise mit einem künstlichen Darmausgang enden.
Vorsicht ist hier wirklich besser als Nachsicht. Und falls doch mal etwas passiert: Keine falsche Scham – ärztlichen Rat suchen oder direkt in die Notaufnahme. Die haben wirklich schon alles gesehen und können Dir weiterhelfen. Warten aufgrund von Scham kann dazu führen, dass Deine Verletzung sich verschlimmert und die Spätfolgen erheblich schlimmer ausfallen.
Die besseren Alternativen: Sorry, Gurke – Du wirst ersetzt
Die gute Neuigkeit: Für (fast) jeden Haushalts-Klassiker gibt es inzwischen ein echtes Toy, das dasselbe kann. Sextoys bestehen aus körpersicherem Silikon, ABS-Kunststoff, Glas oder medizinischem Edelstahl – Materialien, die für Deinen Intimbereich geprüft und sicher sind. Sie stimulieren gezielt, lassen sich leicht reinigen und machen das Solo-Abenteuer risikofreier und angenehmer.
Für die 6 %, die mit der elektrischen Zahnbürste experimentiert haben, gibt es ab sofort eine besonders elegante Lösung: Der limitierte »Happy End« Pleasure-Aufsatz von AMORELIE x happybrush verwandelt die gewöhnliche Zahnbürste in einen vibrierenden Begleiter – Selfcare hoch zwei!
Wer bisher Gemüse bevorzugt hat: Formschöne Dildos aus körpersicherem Silikon oder anderen Materialien bieten exakt das richtige Feeling – und sind, in diesem speziellen Fall, gesünder als das Grünzeug. Für anale Freuden solltet ihr unbedingt Dildos mit einer breiten Basis oder Analplugs nutzen, so bleibt garantiert nichts stecken.
Sofas oder Kissen werden häufig von Personen mit Vulva genutzt, um sich daran zu reiben. Genau für diese Form der Selbstliebe gibt es auch sogenannte Vibe-Pads, die im Gegensatz zur Couch sogar eine Vibrationsfunktion haben.
Auch für Staubsaugerfans gibt es Alternativen, bei denen es keine Blutergüsse gibt: Masturbatoren mit Saugfunktion sind dafür speziell entwickelt worden und fühlen sich auch viel mehr nach einem Blowjob an.
Das Wichtigste in Kürze
Alltagsgegenstände als Sextoys sind weit verbreitet – aber mit realen Risiken verbunden.
Verletzungen, Infektionen und unangenehmere Zwischenfälle sind keine Seltenheit.
Für (fast) jeden Haushalts-Favoriten gibt es ein echtes Toy als sichere Alternative.
Körpersichere Materialien, gezielte Stimulation und einfache Reinigung – das bietet nur ein richtiges Toy.
Bei Pannen gilt: Keine Scham, direkt ärztlich untersuchen lassen – lieber einmal zu oft als zu spät.
(Foto: Marie Staggat)
*AMORELIE Sexreport 2026, repräsentative Onlinebefragung in Deutschland, Österreich, der Schweiz (n=2108) in Zusammenarbeit mit Trend Research.