Sexting – So geht Vorspiel per Kurznachricht

Sexting
Dienstagnachmittag, 15:46 Uhr im Büro: Das Handy vibriert. Du schaust auf das Display und liest völlig unerwartet die Worte: “Kann’s kaum erwarten, Dich nachher auf dem Küchentisch zu vernaschen! ;)”. Schamesröte gepaart mit kribbelnder Vorfreude lässt Dein Gesicht glühen. Liebend gern würdest Du Deinem Schatz etwas Erotisches erwidern – aber was nur? Wir erklären Dir, was es beim Sexting zu beachten gilt und wie Du ein wahrer Meister des heißen Schriftverkehrs wirst.

Das Sexting-ABC

Das Wort “Sexting” ist eine Kreation aus den Begriffen “Sex” und “Texting” – so weit, so gut. Dahinter steckt das Versenden schmutziger Worte mit dem Handy, um beim Empfänger wildes Kopfkino zu entfachen. Denn immer nur: “Schatz, denk bitte daran, Brot zu kaufen!”, kann auf Dauer etwas öde sein. Sexting ist daher genau richtig, um der etwas eingestaubten Beziehung, wieder zu neuem Glanz zu verhelfen oder den aktuellen Flirtpartner dazu zu bringen, das nächste Date vorverlegen zu wollen. Auch das Versenden von sexy Selfies ist ein beliebtes Mittel beim Sexting. Doch das unbedarfte Versenden erotischer Post kann auch Gefahren mit sich bringen…

Vorsicht bei Nacktfotos

Ihr kennt Euch erst seit ein paar Wochen, doch seid schon mittendrin im Sexting-Marathon. Schön für Euch – genießt es! Doch falls Ihr Euch auch heiße Nacktfotos schickt, ist Vorsicht geboten. Bevor Du Dich versiehst, hat jemand ein ganzes Fotoalbum voller nicht jugendfreier Bildchen von Dir und es besteht Gefahr, dass diese irgendwann – sei es aus Enttäuschung, Wut oder Angeberei – unerwünscht bei Dritten landen. Was Ihr tun könnt, wenn Ihr in diese Lage geraten seid, erfahrt Ihr hier. Regel Nummer eins beim Sexting lautet daher: Nacktfotos immer ohne Gesicht verschicken!

Sexy Selfies – so geht’s

Schmeichelhafte Fotofilter sind – gerade für sex Pics – ein wahrer Segen. Bye bye, speckig glänzende Haut, hello beautiful! Nachdem Ihr den scharfen Schnappschuss in das richtige Licht gerückt habt, solltet Ihr aber kurz einen Blick auf den Hintergrund werfen. Offener Klodeckel, dreckiges Geschirr in der Spüle, ein übervoller Aschenbecher? Das geht besser!

Nun zur Frage aller Fragen: Wie viel darf ich zeigen? Ganz einfach: So viel, wie Ihr Euch traut und damit wohl fühlt. Allerdings gilt auch beim Sexting: Weniger ist mehr. Großaufnahmen entblößter Geschlechtsteile wirken oft eher wunderlich als wundervoll. Frauen fühlen sich von einem knackigen Po oder einem nackten Oberkörper oftmals mehr angezogen, als vom Anblick des besten Stückes. Aber auch Männer finden Gefallen an subtilen Einblicken in das Dekolleté oder Nahaufnahmen des Bauchnabels mit Höschenansatz.

Vorfreude, schönste Freude

Ziel des Sextings – im Gegensatz zu Telefonsex – ist die Vorfreude auf einander zu erwecken. Quasi: Vorspiel im Kopf. Bevor Ihr Euch endlich wirklich berühren könnt, könnt Ihr Euch schreiben, was Ihr gleich miteinander anstellen wollt. Welchen Ton Ihr dabei anschlagt, ist – wie auch beim guten alten Dirty Talk – Eurer persönlichen Vorliebe überlassen. Vom schüchternen „Ich will Dich überall spüren” bis hin zum unmissverständlichen F-Wort – erlaubt ist, was gefällt. Tastet Euch aber am besten langsam ran. Ihr wollt doch nicht, dass Eurem Liebsten vor Schreck das Handy aus der Hand fällt.

Sexting App: Es gibt aber auch alles…

Kanäle für Sexting gibt es wie Sand am Meer. Achtet jedoch darauf, dass Ihr nicht gerade den Messenger verwendet, den Ihr auch auf Arbeit nutzt – könnte unangenehm werden, wenn bei einer Präsentation plötzlich ein pikanter Text von Deinem Schatz auf Deinem Desktop aufploppt. Es gibt da ja auch noch die gute alte E-Mail, SMS, diverse Messenger und – natürlich, wen wundert’s? – spezielle Sexting Apps. Manche dieser Apps ermöglichen das anonyme Chatten, andere wiederum machen Eure Bilder oder Videos nur für einige Sekunden sichtbar oder lassen (schmutzige) Sprachnachrichten nach dem Anhören verschwinden. Aber auch hier gilt: erst informieren, dann lostippen. Safety first! 😉

Das richtige Timing

Das richtige Timing ist der Schlüssel zum Glück. Wenn ihr verabredet sextet, bieten sich die Abendstunden an, in denen Ihr jeweils gemütlich im Bett liegen könnt. Wollt Ihr Euch zwischendurch anheizen, solltet Ihr bedenken, wo und in welcher Lage sich der andere gerade befindet. Sitzt er im Büro, in einer langweiligen Vorlesung oder auf einer längeren Zugfahrt, sind Sätze wie “Ich bin schon ganz heiß. Nur noch zwei Stunden” sicherlich mehr als willkommen. Besucht er jedoch gerade seine Oma im Krankenhaus oder weiß vor lauter Arbeit nicht wo ihm der Kopf steht, verpufft die Wirkung der lieb gemeinten Schweinerei einfach. Wäre doch schade drum!

Tempo, Schätzchen!

“Schreibt…” – es gibt kaum einen nervigeren Statusbericht. Auch wenn die Info, dass Dein Herzblatt Dir just in diesem Moment eine heiße Message schickt, für einige Sekunden richtig anturnend sein kann, so setzt nach einer Weile Ernüchterung ein. Die Vorfreude wandelt sich in anstrengende Ungeduld. Also: Schreibt keine Romane, sondern kurz und knackig und haut in die Tasten.

Emoticons

Wir alle kennen sie – wir alle lieben sie: Emoticons. Kleine Bildchen, die unsere Stimmung beim Texten veranschaulichen und oftmals sogar Worte nicht nur ergänzen, sondern komplett ersetzen. Auch beim Sexting kommen Emojis gern zum Einsatz. “Ich freu mich auf Dich 💋 🍆 💦” spricht schließlich Bände. Manchmal gewinnt man seinem Sexting-Partner damit jedoch eher ein Grinsen als erotisches Kribbeln ab – probiert einfach aus, was Euch gefällt. Vielleicht kommen ja Zeilen wie „Ich bin so 🌶 auf Deinen knackigen 🍑!“ oder „Mein 🕹 ist startklar  🚀💥“ sogar richtig gut an. Die besten Sexting-Emojis warten jedoch in der Rubrik „Essen“ auf Euch. Da gibt’s schließlich eine Menge phallischer Leckereien. In diesem Sinne: 🍾!!!

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