Online-Dating

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Online-Dating: So funktioniert’s

Das Wort “Dating” oder “daten” kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „sich verabreden/treffen“ – im Sinne einer romantischen Verabredung oder generell, um Kontakte zu knüpfen. Mit Einzug des Internets und dessen Verbreitung veränderte sich schlagartig das Dating-Verhalten der Menschen. Web sei Dank überlassen viele Singles das Treffen nicht mehr alleine dem Zufall, sondern suchen aktiv über das Internet nach Mr. oder Mrs. Right.

Online-Portale für Singles gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und die Branche boomt. Das Geschäft mit den Singles brachte den deutschen Betreibern im letzten Jahr ein Umsatz von fast 200 Mio. Euro. Aktuell sind circa 8,4 Millionen Deutsche über Online-Dating Seiten auf der Suche nach einer Beziehung oder Sex.

Die meisten Plattformen nutzen für die Partnersuche professionelle Matching-Systeme, mit denen im Handumdrehen der Partner für das Leben gefunden werden soll. Die Maschinen suchen quasi die perfekte bessere Hälfte auf Basis von gemeinsamen Interessen, Vorlieben, Alter und Bildungsstand. Die Singles präsentieren sich wie bei einer Job-Bewerbung mit Bildern, sowie einem Kurzprofil und hoffen damit auf möglichst zahlreiche Partnervorschläge. Bei einem Match bekommen beide Suchende die Möglichkeit zu chatten und sich aus der Ferne zu beschnuppern – ein sozusagen erstes anonymes Date in der Online-Welt.

Ist auf beiden Seiten das Interesse geweckt, können sich die Online-Singles für ein reales Treffen verabreden und mit viel Glück auf ein Real-Life Match hoffen. Bei den vielen Online-Angeboten ist es dabei nicht immer einfach das passende Portal für seine Wünsche zu finden. Ist man auf der Suche nach schnellem Sex oder doch eher einer langfristigen Beziehung? Hier unterscheidet man vor allem zwischen Partner- und Single/Kontaktbörsen.

Online-Dating Zahlen und Fakten

Der Unterschied zwischen Partner- und Singlebörse

Bei sogenannten Single- oder Kontaktbörsen geht es vorzugsweise um zwanglose Chats oder Verabredungen zum Sex. Im Vordergrund stehen lockere Kontakte ohne feste Absichten. Partnerbörsen hingegen sind direkt auf das Finden einer längerfristig Bindung ausgerichtet. Professionelle Persönlichkeitstests und wissenschaftliche Matching-Systeme bilden den grundlegenden Unterschied zu den Singlebörsen.

Eine dritte und letzte Kategorie der Online-Kontaktaufnahme sind Portale, die sich auf die Suche nach Freundschaften befinden, wie die Seite „Meet up“ zum Beispiel. Die meisten Portale gibt es heute ebenfalls als To-Go-Variante in Form einer App, die mit zusätzlichen Funktionen die Suche noch avancierter machen.

App-gefahren – Dating à la Tinder

Mit dem Aufkommen von Smartphone und Co. kam frischer Wind in das noch junge Online-Dating-Business. Apps à la Tinder verändern vor allem das Dating-Verhalten der jüngeren Generation. 66% der Nutzer greifen heute via Tablet oder Smartphone auf die Online-Dating-Dienste zu. Ebenfalls nach einem Matching-System suchen die Apps über GPS-Signal passende Singles aus der näheren Umgebung. Anders als bei Partnerbörsen beruhen die Matches aber weniger auf persönlichen Gemeinsamkeiten. Anhand von Fotos und kurzen Profiltexten können die Singles, wie bei Tinder zum Beispiel, bei Gefallen nach Rechts oder bei Nichtgefallen einfach nach Links wischen. Gibt es so eine Übereinstimmung, können die Singles miteinander chatten.

Ein gutes Online-Dating-Profil und flinke Sprüche helfen dabei ungemein eine Vielzahl an Interessenten für sich zu gewinnen. Das klingt einfacher als es ist: Der Erfolg hängt auch davon ab, typische Fehler beim Online-Dating zu vermeiden. Online-Dating als Massenkonsum: Matchen, texten, treffen und schauen was sich ergibt. Sex, Freundschaft oder doch etwas Festes? Warum festlegen, wenn der nächste Match doch schon einen Fingerwisch weiter wartet?