G-Punkt: ein Mysterium?

G-Punkt

Der G-Punkt war und ist ein Mysterium. Gibt es ihn oder nicht, wo ist er zu finden und wie kann er stimuliert werden? AMORELIE begibt sich auf Entdeckungsreise und hält Ausschau nach der bestversteckten erogenen Zone des weiblichen Körpers. Außerdem findet Ihr in diesem Artikel eine Anleitung für eine lustvolle G-Punkt-Massage sowie Sexstellungen für das optimale Erreichen des sagenumwobenen Lustzentrums.

Den G-Punkt finden – so geht’s!

G-Punkt finden: Infografik

Wo liegt der G-Punkt? Er befindet sich etwa 5 cm vom Scheideneingang entfernt in der vorderen (bauchseitig) Vaginalwand entlang der Harnröhre. Um ihn zu finden, führst Du am besten den Mittel- und/oder Zeigefinger in die Vagina ein und drückst von innen Richtung Bauchdecke.

Er ist relativ leicht zu ertasten, denn sein Gewebe fühlt sich erhaben und leicht gerippt an. Mit steigender Erregung tritt der G-Spot deutlich hervor und ist damit einfacher zu finden.

Anleitung zur G-Punkt-Massage

Der G-Punkt (eigentlich Gäfenberg-Zone) ist eine etwa münzgroße erogene Zone in Inneren der Vagina, die große Lust verspricht. Aber wie genau finde ich ihn und wie funktioniert eigentlich eine G-Punkt-Massage?

Den G-Punkt stimulieren

Der G-Punkt wird bei vielen Frauen erst ab einem gewissen Grad der Erregung als erogene Zone aktiv, das heißt, dass er nicht aus dem Stehgreif heraus himmlische Orgasmen hervorbringen wird.

Wenn du bereit bist, eignet sich zur Stimulation zunächst der Finger. Simuliere die „Komm her“-Bewegung mit dem Zeigefinger und streiche so mehrfach über die Stelle. Wichtig: Kürze vorher unbedingt Deine Fingernägel, da Du oder Dein Partner Dich sonst kratzen kann!

Variiere den Druck, das Tempo und die Bewegung und finde heraus, was Dir gefällt. Versuche es auch mal mit kreisenden Bewegungen wie bei der Stimulation der Klitoris oder drücke sanft von außen auf den Bauch, um die Stimulation im Inneren zusätzlich zu verstärken. Weißt Du, wo er sich befindet und welche Berührungen sich für Dich gut anfühlen, kannst Du ihn auch mit einem Toy wie einem Dildo oder Vibrator oder durch Penetration beim Sex stimulieren (lassen).

Weitere Lustpunkte der Vagina findest Du in unserem Beitrag zu den erogenen Zonen.

Sexstellungen für den G-Punkt

Reiterstellung für den G-Punkt
Er liegt mit leicht angewinkelten und gespreizten Beinen flach auf dem Rücken. Sie setzt sich in Reiterstellung auf ihn. Beim Zurücklehnen wird der G-Punkt an der Vorderwand der Vagina stark stimuliert. Zudem kann die Frau in dieser Position selbst den Rhythmus und das Tempo bestimmen.
Sexstellung zur G-Punkt-Stimulation
Die Frau liegt flach auf den Rücken. Ihre Füße ruhen auf der Brust des Mannes. Er kniet sich vor sie und greift ihre Knöchel. Danach drückt sie sich mit den Füßen ab, sodass der Po in der Luft hängt. Diese Stellung bietet den optimalen Winkel, um mit dem Penis den G-Spot zu stimulieren.

Hier kannst Du viele weitere Sexstellungen entdecken und nach Deinen Wünschen und Bedürfnissen filtern.

G-Punkt – das ewige Mysterium

Er ist so etwas wie der heilige Gral der erogenen Zonen, aber auch ein Phantom, ein Mythos, ein ewiges Rätselraten. Gibt es ihn wirklich? Hat ihn jede Frau? Kann er wirklich eine weibliche Ejakulation hervorrufen? Die Antwort ist: ja und nein.

Der G-Punkt-Entdecker

Ernst Gräfenberg – der (Er-)Finder

Der deutsche Gynäkologe Ernst Gräfenberg ist der Entdecker des G-Punktes. Er ließ es sich nicht nehmen, seine Entdeckung auch nach sich zu benennen. So steht der G-Punkt für Gräfenberg-Punkt. Allerdings hat er selbst nie von einem Punkt, sondern immer „einer Zone“ gesprochen. In seiner berühmten Abhandlung aus dem Jahr 1950 bezeichnete er seine Entdeckung als „erogene Zone in der vorderen Vaginalwand, entlang der Harnröhre, die bei sexueller Stimulation anschwillt“.

Bis heute ist seine Existenz jedoch hin und wieder – auch wissenschaftlich – noch umstritten. Das liegt hauptsächlich daran, dass nicht jede Frau gleich stark auf die Stimulation des G-Punktes reagiert. Was natürlich im Umkehrschluss nicht heißen muss, dass sie keinen haben. Manche Frauen sind an den Füßen extrem kitzlig, andere nicht. So verhält es sich auch mit dem G-Spot.

Anatomie des G-Punktes

Kein Körper gleicht dem anderen. Das trifft auch auf den G-Punkt zu. Ein gemeinsames Merkmal ist jedoch, dass das Gewebe in dieser Region gerippt oder stärker strukturiert ist als die übrige glatte Scheidenwand. Das Drüsengewebe (die sogenannten Paraurethraldrüsen oder auch Skene-Drüsen nach dem Gynäkologen Alexander Skene) der Gräfenberg-Zone produziert bei Stimulation ein klares Sekret und kann infolgedessen auch zur weiblichen Ejakulation führen. Kann.

Fragwürdige Trend-OP: G-Punkt-Unterspritzung

Während die einen noch seine Existenz anzweifeln, lassen andere den G-Spot sogar chirurgisch optimieren. Bei der Aufspritzung (auch „G-shot“ genannt) handelt es sich um einen intimchirurgischen Eingriff, bei dem die Vergrößerung durch Unterspritzung mit körpereigenem Fettgewebe oder Hyaluronsäure erreicht werden soll. Der G-Spot soll damit eine Volumenzunahme um das Doppelte der Ursprungsgröße erhalten. Das Ziel ist die Steigerung des Lustempfindens und der Orgasmusfähigkeit beim Sex. Ob dieser Eingriff  wirklich eine bessere Stimulation zur Folge hat, ist stark umstritten. Zudem ist das Resultat nicht von Dauer und der Eingriff birgt nicht unerhebliche Risiken wie Infektionen, Vernarbungen oder andere Komplikationen.

Die Prostata – der männliche G-Spot

Nicht nur die Frauenwelt ist mit einem G-Punkt gesegnet. Auch die Männer verfügen über einen zusätzlichen Hotspot – nämlich ihre Prostata, genannt „männlicher G-Punkt“. Es handelt sich dabei um die Vorsteherdrüse, die das Sekret produziert, das die Spermien enthält. Die etwa kastaniengroße Drüse liegt unterhalb der Harnblase.  Du findest sie etwa 5-7 cm im Anus an der vorderen Darmwand.

Stimuliert werden kann diese erogene Zone indirekt über den Damm oder direkt über das Rektum – am besten mit einem Finger oder einem Anal-Toy. Details und eine genaue Anleitung findest Du in unserem Beitrag zur Prostatamassage.


Mit diesen Toys wird es noch schöner

Dildo für den G-Punkt

Dildos
Dildos sind dank ihres oft gebogenen Schafts und der verschiedenartig ausgeprägten Spitzen ideal für die punktgenaue Stimulation des G-Punkts. Es gibt sie aus Silikon, Glas, als Strap-on oder mit Saugfuß, der auf glatte Oberflächen haftet, für erotische Reitstunden. Zu CLIFF von MOQQA

Vibrator zur G-Punkt-Stimulation

G-Punkt-Vibratoren
Spezielle Vibratoren zur Stimulation des G-Punkts besitzen eine gebogene Schaftspitze, die die Region optimal erreicht und mit Vibrationen oder Stoßbewegungen wie beim Bi Stronic Fusion von Fun Factory verwöhnt. G-Punkt-Vibratoren gibt es auch als Rabbit-Variante mit einem zusätzlichen Klitorisreizer.